top of page

M.Schröter-Kunhardt

Facharzt für Psychiatrie

Suchtmedizinische Grundversorgung

Als Facharzt für Psychiatrie habe ich vor über zwanzig Jahren begonnnen, die Nahtodforschung in Deutschland aufzubauen. Gleich zu Beginn (1990) wurden meine ersten beiden Publikationen über Nahtod-Erfahrungen mit Preisen ausgezeichnet:

 

a) Die Arbeit „Erfahrungen Sterbender während des klinischen Todes – eine Brücke zwischen Medizin und Religion“ erhielt den zweiten Preis beim 17. Wettbewerb der Zeitschrift für Allgemeinmedizin

b) Die Arbeit "New Facts and Proposals on N.D.E. and survival" errang den International Award Gastone De Boni der italienischen Parapsychologen.

 

Mit der größten deutschen Fallsammlung und 29 Publikationen über Nah-Toderfahrungen (near-death experiences bzw. NDEs), ca. einhundert Vorträgen an Universitäten, Kliniken, Bildungseinrichtungen und Kirchen, aber auch auf psychiatrischen Weltkonkressen und dem Kongreß für neurologische Intensivmedizin leite ich informell seit Jahren die deutsche Nahtodforschung.

 

 

Auf dieser Homepage finden Sie meine Forschungsergebnisse unter den folgenden, weiter unten dann genauer ausgeführten Punkten

1) Ergebnisse der Nahtodforschung


2) Folgende Texte/Veröffentlichungen


a) einen Fragebogen zur Erfassung von Nahtod-Erfahrungen

b) meine wichtigsten Publikationen, auf die sich die folgenden Texte beziehen s. VII

c) die Magisterarbeit einer Psychologin der Univsersität Salzburg, in der 200 meiner NDE-Fälle bezüglich ihrer Auswirkungen untersucht wurden


3) meine Vortragstermine erhalten Sie auf persönliche Anfrage


4) links zu den von mir wissenschaftlich betreuten bzw. kommentierten Fernseh-Sachfilmen über Nah-Todeserfahrungen. Auf Wunsch können Sie auch eine DVD mit einigen der (von mir wissenschaftlich betreuten) NDE-Fernsehsachfilme erhalten.


5) Meine insgesamt 29 Publikationen über Nahtoderfahrungen, von denen einige über den link "ndelieMAIL" unter Punkt 2 (s.u.) herunterladbar sind, lauten

PUBLIKATIONEN VON M.SCHRÖTER-KUNHARDT

 

1 Erfahrungen Sterbender während des klinischen Todes: Eine Brücke zwischen Medizin und Religion. Zeitschrift für Allgemeinmedizin 66/1990, 1014-1021

2 Nuovi fatti e proposte sulle esperienze di 'quasi-morte' e la sopravvivenza. luce e ombra: Rivista Trimestrale Di Parapsicologia E Dei Problemi Connessi 3/1991, 213-227

3 An der Schwelle des Todes: Berichte Überlebender wahr? Ärztliche Praxis: Die Zeitung des Arztes in Klinik und Praxis vom 15.10.1991, S.17

4 Nah-Todeserfahrungen oder: Ein neues anthropologisches Paradigma. TW Neurologie Psychiatrie 6/1992, 621-622

5 Das Jenseits in uns. Psychologie Heute 6/1993, 64-69

6 Erfahrungen Sterbender während des klinischen Todes. In: R.Schwarz/S.Zettl (Hrsg.), Praxis der psychosozialen Onkologie: Versorgungsangebote für Klinik, Praxis und häusliche Pflege. Verlag für Medizin Dr.E.Fischer, Heidelberg 1993, 539-543

7 A Review Of Near-Death Experiences. Journal of Scientific Exploration, Vol.7, No.3, 1993, 219-239

8 Mögliche neurophysiologische Korrelate von Nah-Todeserfahrungen. In: A.Dittrich/A.Hofmann/H.Leuner (Hrsg.), Welten des Bewußtseins, Bd.2. VWB-Verlag für Wissenschaft und Bildung, Berlin 1993, S.57-75

9 Erfahrungen Sterbender während des klinischen Todes. TW Neurologie Psychiatrie 9/1995,132-140

10 Blick in eine andere Welt in: Nah-Todeserfahrungen: Rückkehr zum Leben. Flensburger Hefte 51, IV 1995, S.29-47

11 Reinkarnationsglaube und Reinkarnationstherapie: Transpersonale Fiktion. Transpersonale Psychologie und Psychotherapie 1/1996, 67-83)

12 Erfahrungen Sterbender während des klinischen Todes. In: Knupp B, Stille W (Hrsg.), Sterben und Tod in der Medizin. Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft mbH, Stuttgart 1996, 71-76)

13 Nah-Todeserfahrungen: Psychologisch-biologische Grundlage für den Glauben an ein Leben nach dem Tod. In: Petersen P, Majestät des Todes - Bewegung des Lebens. 3. Symposion für künstlerische Therapien. Kongreßband, Hannover 1997,93-117

14 Nah-Todeserfahrungen: Psychologisch-biologische Grundlagen und Erklärungsansätze für ein Leben nach dem Tod. Ars Medici 15/1997,868-875

15 Nah-Todeserfahrungen aus psychiatrisch-neurologischer Sicht in: Soeffner H-G, Knoblauch H (Hrsg.), Todesnähe: Interdisziplinäre Zugänge zu einem außergewöhnlichen Phänomen. Universitätsverlag Konstanz, Konstanz 1999

16 Todesnähe. Grenzgebiete der Wissenschaft 49(2000) 2, 186-190

17 Heautoskopie. Doppelgängerphänomene und seltene Halluzinationen der eigenen Gestalt. Anmerkungen zum Beitrag von D. Arenz Nervenarzt (2001) 5: 376-379. Der Nervenarzt 3•2002, 298-299

18 Nah-Todeserfahrung – Grundlage neuer Sinnfindung. In: Hermes A. Kick (Hg): Ethisches Handeln in den Grenzbereichen von Medizin und Psychologie. Mit Beiträgen von Axel W.Bauer, Uwe Bleyl, Dietrich von Engelhardt, Hermes Andreas Kick, Walter von Lucadou, Nossrat Peseschkian, Samuel Pfeiffer, Dietrich Ritschl, Heinz Scheurer, Wolfram Schmitt, Michael Schröter-Kunhardt, Alfred Simon, Reiner Wiehl. LIT VERLAG, Münster, 2002

19 Nah-Todeserfahrungen: empirisch-biologische Grundlage für den Glauben an ein Leben nach dem Tod. In: Assmann J, Trauzettel R (Hrsg.): Tod, Jenseits und Identität. Verlag Karl Alber GmbH, Freiburg/München 2002

29 Different Kinds of NDE. Journal of Near-Death Studies 21/1, Fall 2002,59-64

21 Gehirn & Geist 3/2003,54-57: Licht am Ende des Tunnels. Streitgespräch zwischen Professor Birbaumer und Michael Schröter-Kunhardt

22 Nah-Todeserfahrungen in: Student, J-C: Sterben, Tod und Trauer: Handbuch für Begleitende. Herder-Verlag, Freiburg im Breisgau 2004

23 Nah-Todeserfahrungen: Letzte und existentielle Erfahrungen an der Grenze des Todes in: Kessler, H: Auferstehung der Toten: Ein Hoffnungsentwurf im Blick heutiger Wissenschaften. Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 2004

24 Unterweltfahrten als „near-death experiences“: Ein Beitrag zur Deutung negativer Nah- Todeserlebnisse in: Herzog M (Hrsg.), Höllen-Fahrten: Geschichte und Aktualität eines Mythos. Kohlhammer GmbH Stuttgart 2006

25 Oneiroidales Erleben Bewusstloser In: Kammerer Thomas,Traumland Intensivstation: Veränderte Bewusstseinszustände und Koma: Interdisziplinäre Expeditionen. Books on Demand GmbH 2006

26 NEGATIVE NAH-TODESERFAHRUNGEN: Gibt es eine Hölle? Grenzgebiete der Wissenschaft 3/2006,195-246

27 Nah-Todeserfahrungen aus der Sicht Jesu und seiner Nachfolger In: Frank Vogelsang (Hrsg.): An der Grenze unseres Lebens. Erfahrungen in der Nähe des Todes und ihre theologische Deutung. Evangelische Akademie im Rheinland, Bonn 2007, S.77-105

 

 

 

6) Schließlich finden Sie auch Informationen über die Machtpolitik selbsternannter (esoterischer) "Sterbeforscher" und Laien-Interpreten von Nahtoderfahrungen (wie z.B. dem sog. "Netzwerk Nah-Toderfahrung", das die "Deutungshoheit" von Nah-Todeserfahrungen für sich reklamiert ...).

 

 

7)Weiterhin finden Sie auch Texte und Aussagen über die Bedeutung, den Wert und die Richtigkeit religiöser Überzeugungen , aber auch Erkenntnisse über seelisch krankmachende, also psychopathologische Religionen/ religiöse Weltanschauungen und Kirchen.

 

8) Religionen sind schließlich die einzigen Systeme, die sich heute noch der falschen (psychiatrischen/ psychologischen) Normalisierung vieler pathologischer Formen von Sexualität und damit der Anbetung des Götzen Sex entgegenstellen. Auch dazu finden Sie unter diesem Punkt herunterladbare Texte und Forschungsergebnisse. 

 

 

Nun zu den einzelnen Punkten:

 

 

1) ERGEBNISSE DER NAHTODFORSCHUNG

 

I Die psychiatrischen und neurobiologischen Grundlagen der Nah-Toderfahrungen belegen, daß es sich um genetisch-neurobiologisch angelegte religiös-mystische Erfahrungen handelt, die den Erlebenden (dazu zählen auch schon kleine Kinder) auf ein Leben nach dem Tod vorbereiten sollen.

Sie finden dazu in der herunterladbaren Datei "NDEliemail" (s.u. Punkt 2) meine Übersichtsarbeit "Nah-Todeserfahrungen aus psychiatrisch-neurologischer Sicht (in: Soeffner H-G, Knoblauch H (Hrsg.), Todesnähe: Interdisziplinäre Zugänge zu einem außergewöhnlichen Phänomen. Universitätsverlag Konstanz, Konstanz 1999.

 

II Nah-Toderfahrungen entwickeln sich kontinuierlich aus den (Todes-)Träumen komatöser Menschen, wenn deren Zustand sich verschlechtert. Aufgrund ihrer transkulturell gleichen - wenn auch individuell-kulturell-religiös unterschiedlich ausgestalteten - Grundelemente sind NDEs somit archetypische Träume, die inhaltlich das Leben nach dem Tod simulieren.

Sie finden dazu meine Arbeit "Oneiroidales Erleben Bewusstloser" (in: Kammerer Thomas,Traumland Intensivstation: Veränderte Bewusstseinszustände und Koma: Interdisziplinäre Expeditionen. Books on Demand GmbH 2006") in der herunterladbaren Datei "ndelieMAIL" (s.u. Punkt 2).

 

III Die Auswirkungen von Nah-Toderfahrungen zeigen, daß es sich um außerordentlich beeindruckende universelle religiöse Erfahrungen handelt, die den Erlebenden häufig (aber durchaus nicht immer) zu einem religiösen Menschen machen, der sich sicher ist, daß es ein Leben nach dem Tod gibt.

Sie finden dazu in der herunterladbaren Datei NDElieMAIL (s.u.Punkt 2) meine Arbeit "Nah-Todeserfahrung – Grundlage neuer Sinnfindung" (in: Hermes A. Kick (Hg): Ethisches Handeln in den Grenzbereichen von Medizin und Psychologie. Mit Beiträgen von Axel W.Bauer, Uwe Bleyl, Dietrich von Engelhardt, Hermes Andreas Kick, Walter von Lucadou, Nossrat Peseschkian, Samuel Pfeiffer, Dietrich Ritschl, Heinz Scheurer, Wolfram Schmitt, Michael Schröter-Kunhardt, Alfred Simon, Reiner Wiehl. LIT VERLAG, Münster, 2002).

Außerdem können Sie dazu die Magister/Diplomarbeit der Psychologin A. Stechl herunterladen, die diese mit knapp 200 meiner NDE-Fälle an der Universität Salzburg geschrieben hat (s.u. die pdf-Datei StechlDiplomarbeit1.2 unter Punkt 2).

 

IV So wie die positiven Nah-Toderfahrungen indirekt auf die Existenz eines "Himmels" verweisen bzw. den Glauben an einen solchen begründet haben, so könnte aufgrund der negativen Nah-Toderfahrungen auch auf die Existenz einer "Hölle" geschlossen werden.

Den Nachweis dafür finden Sie in meiner Publikation "Negative Nah-Todeserfahrungen: Gibt es eine Hölle? Grenzgebiete der Wissenschaft 3/2006,195-246" in der unter Punkt 2 (s.u.) herunterladbaren Datei "ndelieMAIL".

 

V Die gängige Reinkarnationslehre ist eine (volkstümliche bzw. unwissenschaftliche) Fehlinterpretation seltener ungewöhnlicher Erfahrungen. Sie hat nichts mit Nah-Toderfahrungen zu tun und erweist den Glauben an Wiedergeburt als Irrtum.

Sie finden dazu meine Widerlegung der Reinkarnationslehre in der Arbeit "Reinkarnationsglaube und Reinkarnationstherapie: Transpersonale Fiktion. Transpersonale Psychologie und Psychotherapie 1/1996,67-83 in der herunterladbaren Datei "ndelieMAIL" mit meinen NDE-Publikationen (s.u. Punkt 2).

 

VI Die Auferstehungsberichte Jesu übertreffen in ihren paranormalen Aspekten alle Nah-Toderfahrungen, die von ihren - oftmals selbsternannten - Laien-Interpreten leider gerne und fälschlicherweise als Religionsersatz und Himmels-Versprechen verkauft werden

Sie finden dazu meine in der o.g. Datei enthaltenen Arbeit " Nah-Todeserfahrungen aus der Sicht Jesu und seiner Nachfolger" (in: Frank Vogelsang (Hrsg.): An der Grenze unseres Lebens. Erfahrungen in der Nähe des Todes nd ihre theologische Deutung. Evangelische Akademie im Rheinland, Bonn 2007, S.77-105) in der herunterladbaren Datei NDElieMAIL (s.u.Punkt 2).

 

VII Nahtodforschung ist auch in Deutschland - wie zuvor in den USA und Frankreich - zu einem Gebiet des Kampfes um Macht, Einfluß und Vorherrschaft geworden. Das soll am Beispiel meines Austritts aus dem Laien-Netzwerk Nahtoderfahrung (N.NTE) illustriert werden (s.u. Punkt 6).

2) Literatur/Fragebögen

NDE-FRAGEBOGEN.DOC (DOC — 120 KB)

 ndelieMAIL.doc (DOC — 1 MB)

3) MEINE AKTUELLEN VORTRAGSTERMINE ZUM THEMA NAHTODERFAHRUNGEN:

Diese erfahren Sie von mirdirekt via Telefon (0172/6249248) oder email mschroeter-kunhardt@web.de


Einige (Auszüge) meiner vielen wissenschaftlichen Vorträge über Nahtoderfahrungen können Sie unter den folgenden links bei youtube anschauen:


https://www.youtube.com/watch?v=PWoiXSIYzo4

https://www.youtube.com/watch?v=tr3Tpn--HrY

https://www.youtube.com/watch?v=Qn95PeI1zLw


4) Folgende von mir wissenschaftlich (mit)betreute Filme stehen per link im Internet zur Verfügung (oder können als DVD angefordert werden):


a) ARD Dimension PSI: Nah-Toderfahrungen:

http://www.youtube.com/watch?v=SFG76l2Z_fI

http://www.youtube.com/watch?v=gCTnwivv9Hw&feature=related

http://www.youtube.com/watch?v=oXQdlCXRpU4&feature=related

http://www.youtube.com/watch?v=V_jjCFLSDlA&feature=related

http://www.youtube.com/watch?v=oXQdlCXRpU4&feature=related


b) ARTE/HR3/SWFJenseitsreisen:

https://www.youtube.com/watch?v=eP-KlRKkESo

https://www.youtube.com/watch?v=fNewWGSmrdE

https://www.youtube.com/watch?v=kjSN5DaRLAM


Eine Kurzfassung meiner Forschungsergebnisse wurde von einem Fernsehsender als Bildpräsentation im Internet veröffentlicht:


http://www.weltderwunder.de/photo_stories/5

5) Auf der Seite "Meine Publikationen" finden Sie meine Veröffentlichungen zum Thema Nah-Toderfahrungen; diese sind dort in der Reihenfolge ihres Erscheinens - zuweilen mit links zum Herunterladen - aufgeführt. Die wichtigsten sind mit einem * markiert und mit dem obigen Link "NDElieMAIL" unter Pnkt 2 (s.o.) herunterladbar.


6) Nahtodforschung ist nun aber auch ein Gebiet geworden, auf dem um Ruhm, Ehre und Ansehen, ja um "Deutungshoheit" und damit um die richtige religiöse Weltanschauung gekämpft wird. Dabei werden Nah-Toderfahrungen zum Religionsersatz gemacht und z.B. über die Lehre Jesu gestellt oder aber für das eigene Ego und damit den Verkauf der eigenen Bücher und Vorträge benutzt.


Damit sind wir bei einem weiteren spannenden Kapitel der Nahtodforschung angelangt, dem der völlig unspirituellen Egozentrik selbsternannter Laien-"Experten", die keinerlei Ausbildung auf den zur Untersuchung der NDEs entscheidenden Fächern - das sind primär Psychiatrie, Neurologie, Psychologie und Theologie - haben. Aber auch fachfremde Wissenschaftler beglücken die Welt mit falschen Thesen über NDEs. Dementsprechend haben sich die NDE-Forscher, die der amerikanischen "International Association for Near-Death-Studies" (IANDS) angeschlossen sind, in den USA und in Frankreich über die richtige Deutung und damit die Vorherrschaft gestritten und schließlich gespalten.


Auch in Deutschland ist es zu Machtkämpfen (und Spaltungen) gekommen. In diesem Machtkampf um "Deutungshoheit" und (Vortrags-)Marktbeherrschung hat sich besonders das 2004 gegründete Laien-"Netzwerk Nahtoderfahrung" (N.NTE) negativ hervorgetan. Deswegen habe ich diesen - von mir nach 11-jähriger Forschungsarbeit mitgegründeten - Verein 2007 verlassen.


Ein konkreter Anlaß dafür war die Tatsache, daß der Bundeswehrsoldat (Bauingenieur) und N.NTE-Vorstandsvorsitzende Serwaty die Bilanz meiner (lange vor Gründung dieses Vereins geleisteten) elfjährigen Forschungsarbeit einmal als "platte Polemik,(unchristliche) Arroganz, noch nicht einmal für ernsthaft diskussionswürdig" (16.5.07) qualifizierte. Nach meinem Austritt verschickte er dann HEIMLICH ein mich denunzierendes Rundschreiben an alle N.NTE-Mitglieder, in dem er sich als Laie nicht scheute, auch meine psychiatrische Stellungnahme zum Thema Homosexualität zu diskreditieren, weil diese dem Bundeswehrsoldaten Serwaty nicht politisch korrekt war (zwischenzeitlich aber unter anderem dem Bundesjustizministerium, der Bundesärztekammer und dem Psychiatrie-Verband vorliegen; s. Punkt 8) ... . Meine Bitte um Mitteilung der Adressaten - auf juristische Schritte habe ich verzichtet - wurde von Serwaty nicht einmal beantwortet.


Eine weitere Reaktion dieses Laien-Vereins auf meinen Austritt war dann der Versuch, meine Vortragstätigkeit zu denunzieren bzw. zu verhindern ... . So rief ein führendes Mitglied dieses Vereins bei einem meiner Veranstalter an und empfahl diesem, doch einmal meine Stellungnahme zum Thema Homosexualität zu lesen, bevor man mich zu einem Vortrag einlade ... . Im weiteren Verlauf zeigte sich die - trotz vielfacher laienhafter Fehleinschätzungen - "Deutungshoheit" und Marktbeherrschung (und Ausschaltung von Konkurrenz) anstrebende Zielsetzung des von Serwaty geführten Vereins N.NTE immer mehr.

So hat der Verein in seinem Kampf um Vorherrschaft auf dem NDE-Markt auch alle Hinweise auf meine homepage und meine Publikationen und sogar auf die unter Punkt 4) (s.o) verlinkten besten deutschen. Fernsehfilme zum Thema Nahtoderfahrung (von ARD und ARTE) von seiner homepage entfernt, weil diese Filme von mir und mit mir gemacht wurden.

Die Mitglieder dieses Vereins vermeiden (relativ sicher unter entsprechenden Vorgaben des Vereins) dann auch auf ihren NDE-homepages, die links zu entsprechenden anderen NDE-Seiten beinhalten, alle Hinweise auf meine homepage, obwohl diese die meisten und grundlegenden wissenschaftlichen Publikationen der deutschen NDE-Forschung enthält. Einladungen von mir als führendem NDE-Forscher und Begründer der deutschen Nahtodforschung (sowie des Vereins selbst) zu einem der einmal jährlich stattfindenden N.NTE-Vortragswochenenden sind seit meinem Austritt im Jahr 2007 natürlich auch nie mehr erfolgt.

Es geht dem Netzwerk Nahtoderfahrungen also nicht um die Wahrheit und unvoreingenommene Forschung, sondern um die eigene „Deutungshoheit“ (Serwaty) und die Ausschaltung unliebsamer (und „politisch unkorrekter“) Konkurrenz. Spiritualität - oder gar christlicher Feindesliebe - existiert also auf diesem Gebiet im N.NTE mit seiner „Deutungshoheit“ über die spirituellen Nahtoderfahrungen nicht einmal im Ansatz.

Im Jahr 2012 veröffentlichte der Verein dann aber meine Thesen zur Frage des Halluzinationscharakters der NDEs unter dem Namen eines seiner Mitglieder (von Kamp) auf seiner homepage (http://www.netzwerk-nahtoderfahrung.de/Sind Nahtoderfahrungen Halluzinationen, Träume oder Ähnliches?), ohne die Zitate als solche zu kennzeichnen und als Quelle meine entsprechende Pulikation anzugeben. Meine Bitte, die Texte als Zitate kenntlich zu machen oder einen Plagiatsprozeß zu riskieren, führte dann zur Entfernung des Textes von der homepage des Vereins. Bis heute wurde dafür eingefügt „Der Beitrag wird z.Zt. überarbeitet und später an dieser Stelle zu finden sein“.

Im folgenden werden nun einige Musterbeispiele für die Fehldeutungen von NDEs durch dieses Laien-Netzwerks N.NTE genannt:

a) Die Krankengymnastin Sabine Mehne - damals noch Vorstandsmitglied des N.NTE - schrieb mir im Rahmen eines.e-mail-Disputs zwischen mir und (Vorstands-)Mitgliedern des N.NTE im Jahr 2007, dass es für sie denkbar sei, dass auch Jesus (nur) eine oder mehrere Nahtoderfahrungen hatte, dadurch hellsichtig wurde und auch heilerische Fähigkeiten hatte. Für sie sei er aber nicht der Sohn Gottes, sie brauche ihn nicht, um die Auferstehung zu verstehen oder an Gott zu glauben.

 

Demensprechend heißt es auch noch 2017 - also zehn Jahre nach der letztgenannten Äußerung - in einer Rezension ihres Buches ("Der große Abflug") von Dr. med Walter Meili:

Im Abschnitt Der Religion entwachsen (S. 50ff) schildert sie ihr Unbehagen mit dem christlichen Glauben, den sie bis zu ihrer NTE offenbar auf traditionelle Art lebte. Auf dem Hintergrund ihrer NTE, wo sie von einem Licht empfangen und sich bedingungslos geliebt fühlte, kommen ihr die Sündenvergebung durch Jesus Christus, sein Kreuzestod, Weltende, Wiederkunft Christi und Auferstehung der Toten unglaubhaft und «konstruiert» vor. Gerne nutzt sie die intellektuelle Unterstützung durch den in Netzwerk-Kreisen wohl bekannten Theologen Wennemar Schweer, dessen Mails sie in zustimmender Weise zitiert. Seine Jesus-kritischen Äusserungen gipfeln in der Formulierung «Christus kann nicht mehr als der ausserordentliche zentrale Glaubensinhalt angesehen werden.» (S. 54).

Wird hier nicht «das Kind mit dem Bade» ausgeschüttet? – Sicher nötigen die Nahtoderfahrungen einen zu einer Neubeurteilung diverser zentraler theologischer Inhalte. Man müsste also an der Theologie ansetzen, und nicht im Sinne Schweers an der «Entmythologisierung Jesu». So leicht kommt man nämlich an Jesus Christus nicht vorbei, was gerade auch viele NTE nahe legen. In meinem Buch habe ich mehrere NTE mit Jesus-Begegnungen zitiert, und zwar nicht nur solche von Christen. Zudem hörte ich neulich in einem Vortrag einer geflohenen Iranerin, wie weit verbreitet Jesus-Begegnungen unter Muslimen offenbar sind. Vielfach soll schon die Frage umgehen: «Ist Dir der weisse Mann auch begegnet?».

Mehnes Abrechnung mit dem Christentum erstaunt insofern, als sie andere weltanschauliche Fragen, z.B. jene der Reinkarnation (S. 98ff), mit unvergleichlich viel mehr Zurückhaltung angeht. Schade, dass sie solche nicht in gleicher Weise dem «Ewig-Vater» (Prophet Jesaja 9,5) bzw. dem «Licht der Welt» (Johannes-Evangelium 8,12) gegenüber übt ... (https://www.netzwerk-nahtoderfahrung.org/index.php/literatur-sp-297422597/buchbesprechungen/636-der-grosse-abflug-rezension.html)

b) Der N.NTE-Verein läßt wissenschaftliche Publikationen zu den NDEs (z.B. in SCIENCE) in seinem Mitglieder-Rundschreiben durch eines seiner "wissenschaftlichen" Mitglieder, den fachfremden Orthopäden! van Laack als "naiven Blödsinn" bezeichnen. Derselbe Orthopäde behauptet in seinen Vorträgen und einigen Fernsehauftritten (und vermutlich auch in seinen von ihm im Selbstverlag herausgebrachten Büchern über Nahtoderfahrungen) immer wieder, Nahtoderfahrungen könnten keine Halluzinationen sein, weil man nur bei intakten Sinnesorganen halluzinieren könne. Das aber ist definitiv falsch – und belegt das mangelende psychiatrische Grundwissen dieses selbsternannten Experten: Optische und akustische Halluzinationen treten genauso häufig bei Ausfall wie bei Funktionieren der Sinnesorgane auf – und selbst von Geburt an Taube können akustisch halluzinieren (Spitzer,M: Halluzinationen. Springer-Verlag, S. 40-46). In vielen Fällen treten komplexe optische und akustische (Musik-) Halluzinationen sogar erst dann auf, wenn die entsprechenden Sinnesorgane nicht mehr funktionieren bzw. (in Todesnähe) ausfallen (https://www.springermedizin.de/organische-halluzinose/hoerstoerungen/musikalische-halluzinationen-bei-einer-92-jaehrigen-mit-schwerho/23496764?utm_source=Update&utm_medium=email&utm_campaign=SM_NL_UPDATE_PSYCHIATRIE&utm_content=Praktische%20Aspekte%20der%20antidepressiven%20Pharmakotherapie&utm_term=2022-11-10&fulltextView=true&tid=TIDP1682356XF52E553DB4DB4FA7A70DC7C6D5B2832AYI4&nl_name=SM_NL_UPDATE_PSYCHIATRIE&nl_date=2022-11-10)

.

c) Der langjährige N.NTE-Vorstandsvorsitzende Serwaty, als Bauingenieur und Bundeswehroffizier fachlich in jeder Beziehung ein Laie, interpretiert NDEs noch sieben Jahre nach Gründung des Vereins in seinen inzwischen häufigen öffentlichen Auftritten weiterhin falsch (was anhand meiner o.g. Publikationen überprüft werden kann). Das tat er z.B. zuletzt in: "zur debatte" 4/2011,30-32:

1) den Realitätscharakter der NDEs setzt er über den von Psychosen – das ist zumindest teilweise psychiatrisch falsch.

2) NDEs seien „keine subjektiven Projektionen und ekstatischen Erregungszustände“ – genau das aber sind sie größtenteils

3) Es gebe „keine überzeugenden physiologischen oder psychologischen Erklärungen“ der NDEs – auch das ist falsch.

Tatsächlich wurde Ende 2018 eine sehr überzeugende neurobiologische Erklärung von NDEs veröffentlicht, die in einem Studiendesign die Auslösbarkeit von NDEs unter dem Halluzinogen DMT nachweisen konnte und unter folgendem link frei zugänglich ist: https://www.frontiersin.org/articles/10.3389/fpsyg.2018.01424/full s.a.

Timmermann C et al. DMT Models the Near-Death Experience. Frontiers in Psychology 2018, epub 15.8.18, https://doi.org/10.3389/fpsyg.2018.01424

Eine deutsche Zusammenfassung findet sich unter folgenden links: https://www.springermedizin.de/halluzinogene/halluzinogen-imitiert-nahtoderfahrung/16132668

https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/97179/Halluzinogen-erzeugt-Nahtoderfahrungen

 

4) „30 Jahre Forschung“ hätten nicht „zu einer wirklichen Aufklärung“ über das Wesen der NDEs geführt – auch das ist definitiv falsch. Das zeigt eben die letztgenannte Studie:

b) Der N.NTE-Verein läßt wissenschaftliche Publikationen zu den NDEs (z.B. in SCIENCE) in seinem Mitglieder-Rundschreiben durch eines seiner "wissenschaftlichen" Mitglieder, den fachfremden Orthopäden! van Laack als "naiven Blödsinn" bezeichnen. Derselbe Orthopäde behauptet in seinen Vorträgen und einigen Fernsehauftritten (und vermutlich auch in seinen von ihm im Selbstverlag herausgebrachten Büchern über Nahtoderfahrungen) immer wieder, Nahtoderfahrungen könnten keine Halluzinationen sein, weil man nur bei intakten Sinnesorganen halluzinieren könne. Das aber ist definitiv falsch – und belegt das mangelende psychiatrische Grundwissen dieses selbsternannten Experten: Optische und akustische Halluzinationen treten genauso häufig bei Ausfall wie bei Funktionieren der Sinnesorgane auf – und selbst von Geburt an Taube können akustisch halluzinieren (Spitzer,M: Halluzinationen. Springer-Verlag, S. 40-46). In vielen Fällen treten komplexe optische und akustische (Musik-) Halluzinationen sogar erst dann auf, wenn die entsprechenden Sinnesorgane nicht mehr funktionieren bzw. (in Todesnähe) ausfallen (https://www.springermedizin.de/organische-halluzinose/hoerstoerungen/musikalische-halluzinationen-bei-einer-92-jaehrigen-mit-schwerho/23496764?utm_source=Update&utm_medium=email&utm_campaign=SM_NL_UPDATE_PSYCHIATRIE&utm_content=Praktische%20Aspekte%20der%20antidepressiven%20Pharmakotherapie&utm_term=2022-11-10&fulltextView=true&tid=TIDP1682356XF52E553DB4DB4FA7A70DC7C6D5B2832AYI4&nl_name=SM_NL_UPDATE_PSYCHIATRIE&nl_date=2022-11-10)

.

c) Der langjährige N.NTE-Vorstandsvorsitzende Serwaty, als Bauingenieur und Bundeswehroffizier fachlich in jeder Beziehung ein Laie, interpretiert NDEs noch sieben Jahre nach Gründung des Vereins in seinen inzwischen häufigen öffentlichen Auftritten weiterhin falsch (was anhand meiner o.g. Publikationen überprüft werden kann). Das tat er z.B. zuletzt in: "zur debatte" 4/2011,30-32:

1) den Realitätscharakter der NDEs setzt er über den von Psychosen – das ist zumindest teilweise psychiatrisch falsch.

2) NDEs seien „keine subjektiven Projektionen und ekstatischen Erregungszustände“ – genau das aber sind sie größtenteils

3) Es gebe „keine überzeugenden physiologischen oder psychologischen Erklärungen“ der NDEs – auch das ist falsch.

Tatsächlich wurde Ende 2018 eine sehr überzeugende neurobiologische Erklärung von NDEs veröffentlicht, die in einem Studiendesign die Auslösbarkeit von NDEs unter dem Halluzinogen DMT nachweisen konnte und unter folgendem link frei zugänglich ist: https://www.frontiersin.org/articles/10.3389/fpsyg.2018.01424/full s.a.

Timmermann C et al. DMT Models the Near-Death Experience. Frontiers in Psychology 2018, epub 15.8.18, https://doi.org/10.3389/fpsyg.2018.01424

Eine deutsche Zusammenfassung findet sich unter folgenden links: https://www.springermedizin.de/halluzinogene/halluzinogen-imitiert-nahtoderfahrung/16132668

https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/97179/Halluzinogen-erzeugt-Nahtoderfahrungen

 

4) „30 Jahre Forschung“ hätten nicht „zu einer wirklichen Aufklärung“ über das Wesen der NDEs geführt – auch das ist definitiv falsch. Das zeigt eben die letztgenannte Studie:

https://www.springermedizin.de/halluzinogene/halluzinogen-imitiert-nahtoderfahrung/16132668

26.09.2018 | Halluzinogene | Nachrichten

Drogenexperiment

Halluzinogen imitiert Nahtoderfahrung

Autor: Thomas Müller

Das Halluzinogen Dimethytryptamin kann viele Aspekte von Nahtoderfahrungen gut imitieren. Vor allem mystische Erlebnisse werden als ähnlich intensiv beschrieben.

Nahtoderfahrungen haben seit jeher Menschen fasziniert und Diskussionen um die Bedeutung solcher Erlebnisse ausgelöst. Während die einen sie als Hinweise auf ein Leben nach dem Tod betrachten, sehen andere darin lediglich ein Aufbäumen des sterbenden Gehirns, das in seinem Todeskampf die Nervenzellen mit halluzinogenen Neurotransmittern flutet, um die Todesangst zu lindern.

Es ist sicher zum großen Teil dem US-Psychiater und Philosophen Dr. Raymond Moody zu verdanken, dass Nahtoderfahrungen mittlerweile wissenschaftlich gründlich erforscht wurden. Moody hatte vor 40 Jahren über 150 Menschen mit Nahtoderfahrungen befragt und erkannt, dass die Erlebnisse bestimmten Mustern folgen. So nehmen die Betroffenen zunächst oft unangenehme Geräusche wie Brummen und Läuten war, sehen sich außerhalb ihres Körpers, gleiten schließlich durch einen dunklen Tunnel in eine andere Welt, in der sie Lichtwesen, verstorbenen Verwandten oder Freunden begegnen, meist verbunden mit einem umfassenden Gefühl von Liebe, Freude und Geborgenheit. Oft nähern sie sich einer Grenzlinie zwischen Leben und Tod, erfahren dann, dass sie zurück müssen, obwohl sie das inzwischen nicht mehr wollen. Wieder im Leben haben solche Menschen meist keine Angst mehr vor dem Tod, setzen andere Prioritäten oder nehmen ihr Leben tiefer und intensiver wahr.

Verblüffende Übereinstimmungen

Moody selbst sah bereits einen Zusammenhang zwischen Nahtoderfahrungen und Erlebnissen unter serotonergen Halluzinogenen. Verblüffend ähnlich sind vor allem Berichte unter der potenten Droge N,N-Dimethytryptamin (DMT). Drogenreisende mit DMT beschreiben ebenfalls das Übergleiten in eine andere Welt, die sie wirklicher als die Realität empfinden. Auch hier wird zu Beginn häufig ein surrendes bis jammerndes Begleitgeräusch beschrieben, gefolgt von einer Auflösung des Körpers und des Ichs. Nicht selten begegnen die Berauschten anderen Wesen, reflektieren ihr Leben und denken über das Sterben sowie das Leben nach dem Tod nach, berichten Forscher um Christopher Timmermann von der Psychedelic Research Group am Imperial College in London.

Recht populär geworden ist der DMT-Konsum inzwischen als Teil des Ayahuasca-Kults in Südamerika. Um mit ihren Ahnen zu kommunizieren, nutzen Schamanen seit langem ein Gebräu, das neben DMT auch Hemmstoffe der Monoaminoxidase (MAO) enthält, welche den DMT-Abbau verzögern.

Inzwischen wird Ayahuasca in pseudo- oder neoschamanischen Ritualen zahlungskräftigen Touristen angeboten, wobei es durch Wechselwirkungen mit MAO-Hemmern immer wieder zu Todesfällen infolge eines serotonergen Syndroms kommt, was die Frage aufwirft, ob die Nahtoderlebnisse in solchen Fällen mehr durch die tatsächliche Todesnähe als die DMT-Wirkung zustande kommen.

Die Überlappungen zwischen Nahtod- und DMT-Erlebnissen haben jedenfalls zu der Hypothese geführt, dass das sterbende Gehirn DMT oder einen ähnlich potenten serotonergen Transmitter ausschüttet, der sämtliche als übernatürlich empfundenen Wahrnehmungen induziert.

Kontrollierte Studie

Um die Hypothese zu überprüfen, wollte das Team um Timmermann in einem Experiment zunächst einmal feststellen, ob und wie stark der DMT-Rausch echte Nahtoderlebnisse imitiert. Dazu injizierten die Forscher 13 gesunden Probanden DMT in einer Dosis zwischen 7 und 20 mg. Während einer weiteren Sitzung eine Woche später erhielten alle Placebo. Die Teilnehmer wussten jedoch nicht im Voraus, wann sie Placebo und wann DMT bekamen.

Der Drogeneffekt begann in der Regel 30 Sekunden nach der DMT-Injektion und dauerte maximal 30 Minuten. Eine Stunde nach Beginn konnten die Probanden wieder nach Hause geschickt werden.

Die Erlebnisse unter DMT und Placebo wurden mit einem speziellen Fragebogen, der „Near-Death Experience Scale“ (NDE), beurteilt. Dieser erfasst 16 Aspekte wie ein Gefühl von Frieden, extrakorporale Erlebnisse, veränderte Zeitwahrnehmung, ein helles Licht, eine Grenzlinie (point of no return), Begegnung mit Verstorbenen, religiösen oder mystischen Wesen, ein Gefühl von übermäßigem Glück und Verbundensein oder das Empfinden, eine andere Realität zu betreten. Bei Werten über sieben Punkten wird – etwa nach einem Herzstillstand – von einem Nahtoderlebnis ausgegangen. Möglich sind Werte zwischen minus 5 und plus 35 Punkten.

Die Probanden füllten zuvor einige psychologische Fragebögen aus. Dabei wurden Persönlichkeitsmerkmale herausgearbeitet und bisherige paranormale Erlebnisse abgefragt. In früheren Studien haben Personen mit solchen Erlebnissen oder Probanden, die an übernatürliche Phänomene glaubten, in der Regel höhere NDE-Werte erzielt.

Übergleiten in eine andere Welt

Die Resultate verglichen die Forscher schließlich mit denen von 13 gleichalten Personen mit dem gleichen Geschlecht, die nach einer lebensbedrohlichen Situation ein Nahtoderlebnis erwähnt hatten.

Zunächst erzielten alle Probenden unter der Droge Werte über 7 Punkte auf der NDE-Skala, nur einer erreichte diesen Grenzwert auch unter Placebo. Im Median wurden mit DMT knapp 15 Punkte erzielt, mit Placebo 0 Punkte. Fast alle Probenden hatten unter DMT das Gefühl, in eine andere Welt überzugleiten, aber keiner unter Placebo. Auch ein Gefühl von Frieden, Glück und Harmonie sowie eine geschärfte Sinneswahrnehmung beschrieben die meisten der Probanden mit der Droge, aber nicht unter Placebo. Sehr häufig wurden eine Trennung vom Körper, die Begegnung mit anderen Wesen sowie ein helles Licht beschrieben. Verstorbene und eine Grenzlinie sahen die Probanden kaum, das bisherige Leben lief vor ihren Augen sogar unter Placebo etwas häufiger als unter DMT ab.

Besonders auffällig unter DMT waren Berichte über die Auflösung des Ichs sowie mystische Erfahrungen.

Verglichen die Forscher die Resultate mit denen von Personen, die über ein Nahtoderlebnis berichtet hatten, fanden sie praktisch keine signifikanten Unterschiede. Insgesamt erreichten die fast Verstorbenen etwas höhere Werte (im Schnitt 16,0 versus 13,3 NDE-Punkte), und das vor allem in den Bereichen, in denen die DMT-Probanden kaum punkten konnten. So nannten die Nahtodpatienten häufig ein Gefühl, plötzlich alles verstehen zu können, auch sahen sie oft den „point of no return“ sowie den Lebensfilm und erwähnten vermehrt außerkörperliche Erlebnisse sowie die Begegnung mit Verstorbenen und religiösen Wesen. Hier deuten sich also tatsächlich Unterschiede an. Diese seien möglicherweise aber auf den unterschiedlichen Kontext der Erfahrungen zurückzuführen: Die Nahtoderfahrungen traten während eines Unfalls oder einer schweren Krankheit auf – den Tod vor Augen, könnte dies zu anderen Schwerpunkten geführt haben als bei den Probanden mit DMT, vermuten die Forscher. Legt man die Neurotransmitterhypothese solchen Erfahrungen zugrunde, würde ein endogener serotonerger Transmittercocktail am Ende des Lebens von den Inhalten her zu einem etwas anderen Trip führen als DMT während einer gut vorbereiteten experimentellen Sitzung.

Die starken Überlappungen zwischen Nahtoderfahrungen und drogeninduzierten Trips sind natürlich kein Beweis dafür, dass Nahtoderlebnisse lediglich durch eine Überdosis serotonerger Transmitter verursacht werden, aber dafür, dass solche Erfahrungen in ähnlicher Weise mit pharmakologischen Substanzen induziert werden können. In beiden Szenarien, so Timmermann und Mitarbeiter, würden sich mystische Erlebnisse aber vor allem bei solchen Personen einstellen, die bereits zuvor an Übersinnliches oder Paranormales geglaubt hattenDas Wichtigste in Kürze

Frage: Lassen sich mit serotonergen Drogen Nahtoderfahrungen simulieren?

Antwort: Ein Trip unter Dimethyltryptamin ähnelt sehr stark einem Nahtoderlebnis.

Bedeutung: Nahtoderlebnisse werden möglicherweise durch eine Überdosis serotonerger Transmitter verursacht.

Einschränkung: Geringe Teilnehmerzahl, sehr kurzer DMT-Trip.

Literatur

Timmermann C et al. DMT Models the Near-Death Experience. Frontiers in Psychology 2018, epub 15.8.18, https://doi.org/10.3389/fpsyg.2018.01424

Weitere neue Forschungsergebnisse zeigen, dass auch Charakeristika der Nahtoderfahrungen wie Hyperrealität“, „Klarheit“, „Beweise“, „Gewissheit", „Verständnis“, „Einsicht“, „Erleuchtung“ oder „Offenbarung“auf Hirnfunktionen beruhen:

https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/104172/Kuenstliche-Hirnstimulation-loeste-ekstatische-Gefuehle-bei-Epilepsie-aus?rt=f190daa0ed5286f03c66201b65e7b427

Künstliche Hirnstimulation löste ekstatische Gefühle bei Epilepsie aus

Mittwoch, 26. Juni 2019

Marseille – Die Stimulierung einer bestimmten Stelle der Inselrinde hat bei 3 Epilepsie-Patienten, denen zur Vorbereitung auf eine Operation Elektroden ins Gehirn implantiert worden waren, kurze Momente von Glückseligkeit, Bewusstseinserweiterung und Klarheit ausgelöst. Die Hirnforscher beschreiben in Brain Stimulation (2019; doi: 10.1016/j.brs.2019.06.005) den Entstehungsort der ekstatischen Gefühle.

Wenn es bei Epilepsie-Patienten nicht gelingt, die Anfälle durch Medikamente zu verhindern, kann eine Operation angezeigt sein. Dabei wird versucht, den Entstehungs­ort der pathologischen Nervenimpulse zu entfernen. Um die Foci genau zu ermitteln, kann eine vorübergehende Implantation von Elektroden ins Gehirn notwendig werden.

Bei 3 Patienten, die am Hôpital de la Timone in Marseille behandelt wurden, wurde auch eine Elektrode in der Nähe der dorsalen anterioren Inselregion implantiert, da in deren Nähe der Focus der Epilepsie vermutet wurde.

Alle 3 Patienten berichteten nach der künstlichen Stimulierung der Elektrode über positive Gefühle, die sie mit Begriffen wie „Hyperrealität“, „Klarheit“, „Beweise“, „Gewissheit", „Verständnis“, „Einsicht“, „Erleuchtung“ oder „Offenbarung“ beschrieben. Das Team um Fabrice Bartolomei fühlte sich an eine Stelle im Roman „Der Idiot“ des russischen Schriftstellers Fjodor Dostojewski erinnert, der im Rahmen seines epileptischen Leidens selbst ekstatische Anfälle erlebt hatte. Die Hauptfigur Fürst Myschkin beschrieb die Anfälle mit einem Gefühl „überfüllt von uneingeschränkter Freude und Entrückung, ekstatischer Hingabe und vollkommenem Leben“.

Die Analyse der EEG-Signale ergab, dass die ekstatischen Gefühle von der dorsalen anterioren Inselregion ausgingen. Von dort wurden Verbindungen aktiviert, die einerseits zum „Gefühlszentrum“ Amygdala und zum „Gedächtniszentrum“ Hippocampus führen. Andererseits gibt es Verbindungen zu den „Entscheidungszentren" im präfrontalen Cortex. Dies passt zu derzeitigen Vorstellungen über die Funktion der dorsalen anterioren Inselregion, die mit der anterioren Inselrinde zum „Salienz“-Netzwerk des Gehirns gezählt wird.

Dort werden möglicherweise neue Erfahrungen (die über die Sinnesreize eintreffen) mit inneren Erwartungen abgeglichen. Das Ergebnis kann eine vermehrte Zufriedenheit oder eine Angstreaktion sein. Die künstliche Stimulierung der dorsalen anterioren Inselregion scheint das Gleichgewicht in Richtung Selbstzufriedenheit zu verschieben, was in einer extremen Form dann als Ekstase erlebt wurde. © rme/aerzteblatt.de

Die gesamte Studie ist unter https://www.brainstimjrnl.com/article/S1935-861X(19)30230-X/fulltext

verfügbar.

d) Weiterhin konnten z.B. folgende zentrale Behauptungen eines "unendlichen Bewußtseins" durch den Kardiologen van Lommel, der vom N.NTE gerne als wissenschaftliches Aushängeschild (als Referent) genutzt wird, längst widerlegt werden. So sagt van Lommel:

„Obwohl bei einer Nahtoderfahrung das Gehirn nicht mit Sauerstoff versorgt wird, haben Patienten diese außergewöhnlichen Erlebnisse. Das kann nur bedeuten, dass unser Bewusstsein nicht im Gehirn entsteht“ und „Wenn es jedoch keine Gehirnfunktion mehr gibt, wie ein flaches Elektroenzephalogramm (EEG) aufzeigt, gibt es doch noch 18 Prozent der Patienten, die ein volles Bewusstsein und Wahrnehmungs- und Erinnerungsvermögen haben“

Bei ausreichender Kenntnis der Forschungslage sind solchen falschen Aussagen jedoch schnell zu widerlegen :

 

So haben einzelne NDEs wie auch experimentelle Studien eindeutig gezeigt, daß NDEs und OBEs auch im Alltag (und unter Drogen) UND DAMIT BEI FUNKTIONIERENDEM GEHIRN ablaufen. 

Eine neurologische Dissertation mit Induktion hypoxischer Synkopen (Kollapszustände) aus der Charité in Berlin belegt den Irrtum z.B. van Lommels auch experimentell: Bei 42 der 59 Probanden kam es dabei zu einer vollständigen hypoxischen Synkope mit einer durchschnittlichen Dauer von 12,1 +/- 4,4 Sekunden; die längste Synkope dauerte 21,7 Sekunden. IN DIESER ZEIT traten alle wesentlichen NDE-Elemente auf, was klar belegt, daß NDEs in den ersten ca. 10 bis ca. 60 Sekunden hypoxischer Hirnveränderungen und damit bei vorhandener (veränderter) Hirnaktivität und nicht bei einer EEG-Nullinie auftreten.

So wurden (in 24% d.F.) bei den Probanden dieser Studie bekannte Orte, Situationen und Menschen i.S. von einzelnen Bildern aus der eigenen Vergangenheit genau wahrgenommen. Einer sah beispielsweise Bilder aus seinem letzten Marokkoaufenthalt, ein anderer aus einer vor kurzem gesehenen Fernsehsendung, andere wiederum Menschen, die sie auf dem Klinikgelände gesehen hatten. In 10 Prozent d.F. kam es zu OBE, außerdem wurden OBE-Vorstufen wie Gefühle der Schwerelosikeit, Leichtigkeit und Loslösung erlebt. So berichteten zwei Probanden nach ihrer Synkope: "Ich hatte das Gefühl aus mir herausgekommen zu sein, als könnte man den Körper verlassen ... man weiß nicht mehr ob man liegt oder steht, man ist aus seinem Körper raus, es ist als wenn man sich nicht mehr spürt". Selbst in ihren Träumen während dieser Synkopen beobachteten sich die Probanden zuweilen selbst (von außen). Weiterhin berichteten die Probanden in 5% d.F. von Tunnelerfahrungen, in 12% d.F. von übernatürlichen bzw. unbekannten Wesenheiten und - in 28% d.F. - von dem Gefühl bzw. dem Erleben des Eintritts in eine andere Welt.

Van Lommels Behauptungen, daß Nahtoderfahungen bei einer EEG-Nullinie auftreten  waren bisher nie belegt worden, da bei Sterbenden keine EEGs gemacht wurden. Erst im Jahr 2022 wurde erstmals das EEG eines Sterbenden vor und nach seinem Tod aufgezeichnet - und zeigte dabei (kurz vor und kurz nach dem Tod) völlig überraschend eine ungewöhnliche Aktivität, die auch Nahtoderfahrungen erklären kann:

https://www.n-tv.de/wissen/Was-passiert-wenn-wir-sterben-article23146180.html

Neues aus der Hirnforschung

Was passiert, wenn wir sterben?

23.02.2022, 19:33 Uhr

Höchstwahrscheinlich werden wir es nie so ganz genau erfahren, aber wir kommen der Sache näher: Was geschieht mit uns in dem Moment, in dem unser Herz aufhört zu schlagen? Amerikanische Wissenschaftler haben Erstaunliches herausgefunden.

Das ist eine der größten Fragen, die die Menschheit noch hat: Was passiert, wenn wir sterben? Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern in den Vereinigten Staaten ist es gelungen, der Antwort zumindest näherzukommen, nachdem sie die Hirnströme einer im Sterben liegenden Patientin aufgezeichnet hatten. Die Studie veröffentlichten sie im Journal "Frontiers in Ageing Neuroscience". Die Aufzeichnungen dieses Ereignisses passierten rein zufällig: Die US-Forschenden führten gerade ein EEG (Elektroenzephalogramm) bei einer 87-Jährigen durch, die an Epilepsie litt. Das EEG - es misst die elektrische Aktivität im Gehirn - wurde in diesem Fall gemacht, um den Beginn der Anfälle festzustellen.

Die Patientin erlitt während einer der Messungen jedoch einen Herzinfarkt und verstarb. Daher konnten die Ärztinnen und Ärzte 15 Minuten Gehirnaktivität rund um den Zeitpunkt des Todes aufzeichnen. Was sie herausfanden: Jeweils 30 Sekunden vor und nach dem Herzstillstand wies die Patientin zunehmende Gehirnströme auf. Diese als Gamma-Oszillationen bekannten Wellen treten sonst auf, wenn ein Mensch meditiert, Erinnerungen abruft oder träumt.

Natürlich ist mit diesen Messungen immer noch nicht bewiesen, ob das Leben eines Menschen vor seinem inneren Auge tatsächlich bildhaft abläuft, wie man es sich gerne vorstellt, aber die Studie unterstützt diese These. Forschende sind der Meinung, dass das Gehirn durchaus in der Lage dazu sei, koordinierte Aktivitäten durchzuführen, auch wenn kein Blut durchfließt.

Denn während das Gehirn Erinnerungen abruft, wird es von messbaren Schwingungen durchlaufen. Daher wäre es durchaus möglich - wie die Untersuchung nun zeigt - dass das Gehirn kurz vor dem Tod ein letztes Mal wichtige Lebensereignisse abspult. Diese seien sehr wahrscheinlich einer Nahtod-Erfahrung ähnlich, so Ajmal Zemmar, Leiter der Studie. "Die Ergebnisse dieser Beobachtungen erweitern unser Verständnis dafür, wann genau das Leben endet. Und das ist eine überaus wichtige Entdeckung zum Beispiel für den Bereich der Organentnahme", sagt Zemmar.

In der Studie weisen die Forschenden darauf hin, dass ähnliche Beobachtungen bereits an Ratten in der Zeit um ihren Todeszeitpunkt gemacht wurden. Zemmar und sein Team betonen jedoch ebenfalls, dass trotz dieser bisher einmaligen Entdeckung weitere Studien durchgeführt werden müssten, um definitive Schlüsse zu ziehen. Eine einzige Studie sei nicht ausreichend, um weiterreichende Erkenntnisse aus den Daten zu gewinnen. Das Gehirn der Patientin sei durch die vorherigen epileptischen Anfälle bereits geschädigt gewesen und biete daher keine verlässlichen Schlussfolgerungen. Es sei unsicher, ob ein Gehirn mit weniger oder anderen Schädigungen dieselben Schlüsse zulassen würde.

"Etwas, was wir aus dieser Studie jedoch lernen können, ist: Auch wenn unsere Liebsten ihre Augen bereits geschlossen haben und bereit sind, zu sterben, ist es durchaus im Bereich des Möglichen, dass ihr Gehirn ihnen ein paar ihrer schönsten Momente noch einmal vorspielt", erklärt Dr. Zemmar.

 

Quelle: ntv.de, soe 

Die Originalarbeit findet man unter https://www.frontiersin.org/articles/10.3389/fnagi.2022.813531/full (der Patient war übrigens ein Mann).

 

Am 6. November 2022 wurden schließlich von dem Kardiologen Sam Parnia die AWARE-II-Studie an 567 in den USA und in Großbritannienwegen eines Herzstillstandes reanimierten Patienten erstmals veröffentlicht und damit bewiesen, dass Nahtodeserfahrungen in der Reanimationsphase mit einer überaus aktiven Gehirnaktivität und eben nicht mit einer Nulllinie einhergehen:

 

https://www.welt.de/kmpkt/article242125929/Nahtoderfahrungen-So-erleben-Patienten-den-Moment.html

Wie Patienten den Nahtod erlebten

Von Alexandra Beste

Nah-Tod-Erfahrungen: So erleben Patienten den Moment

Über kaum etwas weiß der Mensch weniger, als darüber wie es ist, zu sterben. Aber was können Nahtoderfahrungen uns über das menschliche Bewusstsein verraten? Eine neue Studie liefert erste Hinweise.

Was erleben wir, wenn wir sterben? Viele stellen sich ein Licht am Ende eines Tunnels vor, oder glauben, sie können ihr Leben noch einmal Revue passieren lassen. Solche Vermutungen lassen sich nur schwer bestätigen. Doch ein Kollektiv aus Ärzten und Wissenschaftlern in den USA sowie dem Vereinigten Königreich hat sich der Frage gewidmet.

Unter der Leitung des Arztes Sam Parnia, der an dem medizinischen Ausbildungszentrum NYU Langone Health tätig ist, haben die Forscher die Gehirnaktivität von Krankenhauspatienten gemessen, die wiederbelebt werden mussten. Nach ihrer Genesung wurden die Betroffenen von den Wissenschaftlern interviewt. Dabei gaben einige an, eine Nahtoderfahrung gemacht zu haben – sie sahen aber kein Licht am Ende eines Tunnels.

Die Ergebnisse der Untersuchung wurden in einer Pressemitteilung vorgestellt und beim diesjährigen Symposium „American Heart Association’s Scientific Sessions“ in Chicago vorgetragen.

Nahtoderfahrungen: Das erlebten die Patienten nach dem Herzstillstand

Die Studie bezieht sich auf die Daten von 567 Männern und Frauen aus den USA und dem Vereinigten Königreich, die während eines Krankenhausaufenthalts einen Herzstillstand erlitten und reanimiert wurden. Forschungsleiter Sam Parnia und seine Kollegen arbeiteten dafür mit 25 Krankenhäusern zusammen, um die angewandten Wiederbelebungsmethoden sowie die Art der Gehirnaufzeichnungen besser vergleichen zu können.

Trotz der sofortigen Behandlung erholten sich nur 53 der Patienten so weit, dass sie aus dem Krankenhaus entlassen werden konnten. Davon ging es 28 Teilnehmern gut genug, um zwei bis vier Wochen nach ihrem Herzstillstand von den Forschern befragt zu werden. Dabei stellten Parnia und seine Kollegen etwas Erstaunliches fest: 39 Prozent der Probanden berichteten, einzigartige und klare Nahtoderfahrungen gemacht zu haben.

Zwei der 28 Teilnehmer erzählten etwa, während der Reanimation das medizinische Personal gehört zu haben. Drei weitere Patienten berichteten von traumähnlichen Erlebnissen – wobei unter anderem ein singender Fischer auftauchte. Sechs Probanden erinnerten sich sogar an die Erfahrung des Sterbens. Eine Person hörte, wie ihre verstorbene Großmutter zu ihr sagte, sie solle in ihren Körper zurückkehren.

Die Forscher verglichen diese Erlebnisse mit den Erfahrungsberichten von 126 weiteren Menschen, die auch einen Herzstillstand überlebt hatten – und stellten einige Gemeinsamkeiten fest. So hätten sich manche von ihrem Körper getrennt gefühlt und ihren Herzstillstand sowie ihre Wiederbelebung ohne Schmerzen und Ängste beobachtet. Andere konnten das medizinische Personal reden hören. Einige berichteten, ihre Handlungen, Absichten und Gedanken im Leben auf eine bedeutsame Art evaluiert zu haben.

EEG-Aufzeichnungen: Während der Reanimation nahm die Gehirnaktivität zu

Für Skeptiker mögen diese Einsichten zunächst etwas fraglich wirken. Schließlich bezieht sich das Forschungsteam auf eine relativ kleine Anzahl an Nahtoderfahrungsberichten. Was die Studie aber von anderen unterscheidet: Parnia und seine Kollegen konnten auch empirische Indizien sammeln.

Mithilfe eines Elektroenzephalogramms (EEG) versuchten die Wissenschaftler die Gehirnaktivitäten der Patienten während der Reanimationsversuche zu messen. In 53 Fällen erhielten sie auswertbare Daten. Die Ergebnisse deuten auf eine erhöhte Gehirnaktivität hin.

Bis zu einer Stunde nach Beginn der Wiederbelebungsmaßnahmen wurden starke Gamma-, Delta-, Theta-, Alpha- und Betawellen bei den Patienten verzeichnet – Hirnströme, die normalerweise auftreten, wenn ein Mensch bei Bewusstsein ist und kognitive Funktionen wie Denken oder Gedächtnisabrufe ausführt.

„Unsere Ergebnisse belegen, dass Menschen, die kurz vor dem Tod und im Koma sind, eine einzigartige bewusste innere Erfahrung machen“, beschreibt Parnia in der Pressemitteilung. Das menschliche Selbstgefühl und das Bewusstsein würden – ähnlich wie andere Körperfunktionen – zum Zeitpunkt des Todes nicht vollständig aufhören ...

Den Studienautoren zufolge werden verschiedene „Brems-Systeme“ aktiviert, während das Gehirn „herunterfahre“. Das löst eine sogenannte „Enthemmung“ aus, die einen Zugang zu den Tiefen des menschlichen Bewusstseins verschafft – zum Beispiel an Gedanken und Erinnerungen aus der frühen Kindheit. Das Phänomen der Nahtoderfahrungen werfe deshalb laut Parnia „faszinierende Fragen über das menschliche Bewusstsein auf, selbst nach dem Tod.“

 

Die Autoren geben zwar zu: Bislang hat noch keine Studie die Berichte von Nahtoderfahrungen handfest nachweisen können. Aber: Es sei auch unmöglich, solche Aussagen zurückzuweisen. Laut Parnia und seinen Kollegen bedarf es deswegen noch weiterer Forschung, um etwa Biomarker, also biologische Merkmale, für das menschliche Bewusstsein zu identifizieren.

 

Hier nun noch die zur Zeit vorliegenden Originalquellen:

https://www.eurekalert.org/news-releases/970272

Lucid dying: Patients recall death experiences during CPR

Detection of rhythmic brain waves suggestive of near-death experiences

Reports and Proceedings

NYU LANGONE HEALTH / NYU GROSSMAN SCHOOL OF MEDICINE

PrintEmail App

Note: This presentation is titled “AWAreness during REsuscitation II: a multicenter study of consciousness and awareness in cardiac arrest,” and is scheduled to be presented during the resuscitation science symposium at the American Heart Association’s Scientific Sessions 2022 on Sunday, Nov. 6, at the Hyatt Regency Chicago Hotel in Chicago.

One in five people who survive cardiopulmonary resuscitation (CPR) after cardiac arrest may describe lucid experiences of death that occurred while they were seemingly unconscious and on the brink of death, a new study shows.

Led by researchers at NYU Grossman School of Medicine and elsewhere, the study involved 567 men and women whose hearts stopped beating while hospitalized and who received CPR between May 2017 and March 2020 in the United States and United Kingdom. Despite immediate treatment, fewer than 10% recovered sufficiently to be discharged from hospital.

Survivors reported having unique lucid experiences, including a perception of separation from the body, observing events without pain or distress, and a meaningful evaluation of life, including of their actions, intentions and thoughts toward others. The researchers found these experiences of death to be different from hallucinations, delusions, illusions, dreams or CPR-induced consciousness.

The work also included tests for hidden brain activity. A key finding was the discovery of spikes of brain activity, including so-called gamma, delta, theta, alpha and beta waves up to an hour into CPR. Some of these brain waves normally occur when people are conscious and performing higher mental functions, including thinking, memory retrieval, and conscious perception.

“These recalled experiences and brain wave changes may be the first signs of the so-called near-death experience, and we have captured them for the first time in a large study,” says Sam Parnia, MD, PhD, the lead study investigator and an intensive care physician, who is also an associate professor in the Department of Medicine at NYU Langone Health, as well as the organization’s director of critical care and resuscitation research.“Our results offer evidence that while on the brink of death and in a coma, people undergo a unique inner conscious experience, including awareness without distress.”

Identifying measureable electrical signs of lucid and heightened brain activity, together with similar stories of recalled death experiences, suggests that the human sense of self and consciousness, much like other biological body functions, may not stop completely around the time of death, adds Parnia.

“These lucid experiences cannot be considered a trick of a disordered or dying brain, but rather a unique human experience that emerges on the brink death,” says Parnia. As the brain is shutting down, many of its natural braking systems are released. Known as disinhibition, this provides access to the depths of a person’s consciousness, including stored memories, thoughts from early childhood to death, and other aspects of reality. While no one knows the evolutionary purpose of this phenomenon, it clearly reveals “intriguing questions about human consciousness, even at death," says Parnia. 

The study authors conclude that although studies to date have not been able to absolutely prove the reality or meaning of patients’ experiences and claims of awareness in relation to death, it has been impossible to disclaim them either. They say recalled experience surrounding death now merits further genuine empirical investigation without prejudice.

Researchers plan to present their study findings at a resuscitation science symposium that is part of the American Heart Association’s Scientific Sessions 2022 taking place in Chicago on Nov. 6.

Some 25 hospitals in the U.S. and U.K. participated in the study, called AWARE II. Only hospitalized patients were enrolled to standardize the CPR and resuscitation methods used after cardiac arrest, as well as the recordings made of brain activity. Additional testimonies from 126 community survivors of cardiac arrest with self-reported memories were also examined in this study to provide greater understanding of the themes related to the recalled experience of death. 

Parnia says further research is needed to more precisely define biomarkers of what is considered to be clinical consciousness, the human recalled experience of death, and to monitor the long-term psychological effects of resuscitation after cardiac arrest.

Funding and support for the study was provided by NYU Langone, The John Templeton Foundation, and the Resuscitation Council (UK) and National Institutes for Health Research in the U.K.

Besides Parnia, other NYU Langone study investigators are Tara Keshavarz Shirazi, BA; Caitlin O’Neill, MPH; Emma Roellke, MD; Amanda Mengotta, MD; Thaddeus Tarpey, PhD; Elise Huppert, MD; Ian Jaffe, BS; Anelly Gonzales, MS; Jing Xu, MS; and Emmeline Koopman, MS. Other study investigators are Deepak Pradhan, MD, at Bellevue Hospital in New York City; Jignesh Patel, MD; Linh Tran, MD; Niraj Sinha, MD; and Rebecca Spiegel, MD, at Stony Brook University in N.Y.; Shannon Findlay, MD, at the University of Iowa in Iowa City; Michael McBrine, MD, at Tufts University in Boston; Gavin Perkins, MD, at the University of Warwick in Coventry, U.K.; Alain Vuylsteke, MD, at Royal Papworth Hospital NHS Foundation Trust in Cambridge, U.K.; Benjamin Bloom, MD, at Barts Health NHS Trust in London, U.K.; Heather Jarman, RN, at St. George’s University Hospitals NHS Foundation Trust in London; Hiu Nam Tong, MD, at Queen Elizabeth Hospital King’s Lynn NHS Foundation Trust in King’s Lynn, U.K.; Louisa Chan, MD, at Hampshire Hospitals NHS Foundation Trust in Hampshire, U.K.; Michael Lyacker, MD, at Ohio State University in Columbus; Matthew Thomas, MD, at University Hospitals Bristol and Wexton NHS Foundation Trust in Bristol, U.K.; Veselin Velchev, MD, at St. Anna University in Sofia, Bulgaria; Charles Cairns, MD, at Drexel University in Phildelphia; Rahul Sharma, MD, at Weill Cornell Medicine in New York City; Erik Kulstad, MD, at University of Texas Southwestern in Dallas; Elizabeth Scherer, MD, at University of Texas San Antonio; Terence O’Keeffe, MD, at Augusta University in Augusta, Ga.; Mahtab Foroozesh, MD, at Virginia Tech in Roanoke; Olumayowa Abe, MD, at New York-Presbyterian in New York City; Chinwe Ogedegbe, MD, at Hackensack University in Nutley, N.J.; Amira Girgis, MD, at Kingston Hospital NHS Foundation Trust in Surrey, U.K.; and Charles Deakin, MD, at University Hospital Southampton NHS Foundation Trust in Southampton, U.K.

Media Inquiries:

David March

212-404-3528

david.march@nyulangone.org

 

Allison Clair (on site at AHA)

917-301-5699

allison.clair@nyulangone.org

JOURNAL

Circulation

METHOD OF RESEARCH

Experimental study

SUBJECT OF RESEARCH

People

ARTICLE TITLE

AWAreness during REsuscitation - II: A Multi-Center Study of Consciousness and Awareness in Cardiac Arrest

ARTICLE PUBLICATION DATE

 

6-Nov-2022

In einer anderen Zusammenfassung dieser Studie heißt es:

https://www.medpagetoday.com/special-reports/features/101706

One in Five May Recall Near-Death Experience After CPR

— Rhythmic brain waves suggestive of lucid and heightened consciousness, study says

by Jennifer Henderson, Enterprise & Investigative Writer, MedPage Today November 11, 2022

Researchers are making new strides when it comes to understanding death, according to a new study.

One in five people who survive cardiac arrest after cardiopulmonary resuscitation (CPR) may recall lucid experiences of death, with detection of rhythmic brain waves suggestive of near-death experiences, reported Sam Parnia, MD, PhD, director of critical care and resuscitation research at NYU Langone Health.

"We wanted to do a study to understand what people really experience when they've gone to the brink of death and are brought back, and [whether we] could find any brain markers that support what millions of people have been saying for decades -- that they have lucid and heightened consciousness when they are on the verge of death," Parnia told MedPage Today.

The study, which was recently presented at a Resuscitation Science Symposium during the American Heart Association annual meeting in Chicago, involved 567 people whose hearts stopped beating while hospitalized and received CPR from May 2017 to March 2020 in the U.S. and the U.K.

Of these individuals, 53 survived; 28 completed interviews, and 11 reported cardiac arrest memories or perceptions suggestive of consciousness, Parnia said.

More specifically, survivors reported having unique lucid experiences, such as perceiving a separation from their body, or observing events without pain or distress, he added.

One survivor recalled a perceived separation from their body, noting "I found myself well above the operating theater." According to another survivor, "I went through a tunnel at high speed. It was wonderful there, and I did not want to come back."

They also reported experiences that included a meaningful evaluation of life, including their actions, intentions, and thoughts towards others.

One explained that "I was given a life review ... during the review, we revisit scenes from our life." Another noted, "I saw my entire life in great detail, and experienced feelings through it of satisfaction, shame, repentance." ...

NDEs sind somit kein Beweis eines "unendlichen Bewußtseins" (so der Titel des meistverkauften Buches von van Lommel), so daß die Hauptthese dieses Kardiologen, mit der dieser die ganze Welt bereist, unhaltbar ist.

                 Selbst Anfang April 2024 kann der Kardiologe van Lommel seine These vom bei der Nahtoderfahrung (nach einem Herzstillstand) funktionslosen Gehirn, mit der die ganze Welt bereist und belehrt hat, nicht aufgeben und vertritt diese trotz der vorliegenden o.g. Daten weiterhin. Diesmal tut er es in dem YouTube-Kanal THANNATOS des Journalisten Herrn Huemer, der sich dadurch auszeichnet, dass er viele (fachfremde)Wissenschaftler interviewt, aber alle kritischen Spezialisten für das Gebiet der Nahtoderfahrungen ignoriert. Dementsprechend wurde von Herrn Huemer sogar mein folgender Text im Kommentarbereich zu diesem YouTube Video (" der Tod ist nur das Ende unseres Körpers") sofort wieder gelöscht, obwohl es sich dabei nur um die von der BILD-Zeitung publizierte folgende Zusammenfassung einer Studie ohne Kommentar meinerseits handelte:

https://www.bild.de/bild-plus/ratgeber/2024/ratgeber/revolutionaere-nahtod-studie-das-passiert-im-gehirn-wenn-wir-sterben-87732096.bild.html

Revolutionäre Nahtod-Studie: DAS passiert im Gehirn, wenn wir sterben

Experiment mit Koma-Patientin an der Universität Michigan

Von: mara pallokat

03.04.2024 - 20:36 Uhr

Ein fernes, helles Licht. Das Leben, das im Schnelldurchlauf an einem vorbeizieht. Der Eindruck, über dem eigenen Körper zu schweben. So beschreiben Menschen, die eine Nahtod-Erfahrung hatten, ihren Zustand an der Schwelle zwischen Leben und Tod.

Aber was passiert genau, wenn wir sterben? Diese Frage beschäftigt Wissenschaftler seit Jahrzehnten. Spannende Antworten gibt nun

die Studie eines Forschungs-Teams um die Neurologin Jimo Borjigin von der University of Michigan (USA).

Forschungs-Objekt war eine 24-jährige Patientin, die jahrelang unter Herzrhythmus-Störungen und Krampfanfällen litt. Eines Tages brach sie zusammen, musste wieder belebt werden und fiel im Krankenhaus in ein Koma, aus dem sie nicht mehr erwachte. Nach drei Tagen beschloss ihre Familie, die lebenserhaltenden Maßnahmen abzustellen – und die Sterbende als „Patientin Eins“ dem Forschungs-Team zu überstellen.

Die Wissenschaftler überwachten die Hirnströme und waren überrascht:

► Nachdem ihr der Sauerstoff entzogen wurde, kam es zu einem Aktivitätsschub in ihrem sterbenden Gehirn.

► Bereiche, die während der lebenserhaltenden Maßnahmen nahezu still waren, vibrierten plötzlich von hochfrequenten elektrischen Signalen, sogenannten Gamma-Wellen.

Insbesondere die Teile des Gehirns, die Wissenschaftler als „heiße Zone“ für das Bewusstsein betrachten, wurden extrem lebendig, die Wellen-Signale blieben länger als sechs Minuten nachweisbar.

Bislang war die Wissenschaft davon ausgegangen, dass die neurologische Aktivität steil abnimmt, sobald kein Sauerstoff mehr zum Gehirn gelangt. Doch das Gegenteil war der Fall. „Als sie starb, arbeitetendas Gehirn von Patientin Eins in einer Art Hyper-Antrieb", so Professorin Borjigin im „ The Guardian“. „Während des Sterbens spielte sich im Gehirn minutenlang etwas ab, das erstaunlicherweise nach Leben aussah.“

Dass das Gehirn schon in den ersten Augenblicken nach dem klinischen Tod nicht mehr funktioniert, ist für die Forscherin widerlegt. „Entgegen aller Meinung ist das Gehirn während eines Herzstillstands tatsächlich superaktiv“, so Borjigin.

Die Professorin ist sicher: "Patientin Eins" hatte eine Nahtod-Erfahrung mit außerkörperlichen Empfindungen, Visionen von Licht und Gefühle der Freude oder Gelassenheit.

Jimo Borjigin, Professorin für Molekulare und integrative Physiologie

Nach einem Herzstillstand arbeitet das Gehirn also noch 6 Minuten hochaktiv weiter, was die jahrelang verbreiteten  Deutungen des Kardiologen van Lommel und in seinem Gefolge von Herrn Huemer widerlegt. Eine solche Studienlage kann Herr Huemer natürlich nicht einmal in seinem Kommentarbereich veröffentlichen und muss diese sofort löschen ...

e)Trotz solch eklatanter Fehldeutungen und selbstüberschätzender Laien-Kommentare des N.NTE behauptet dieser Verein bzw. sein langjähriger Vorsitzender Serwaty, in Deutschland die "Deutungshoheit" über NDEs zu besitzen; wer NDEs verstehen wolle, komme am N.NTE nicht vorbei ... .

 

Zwischenzeitlich hatte das „Netzwerk Nahtoderfahrung“ einen neuen Vorsitzenden, diesmal einen Wissenschaftler und Theologen (Prof. Dr. Enno Edzard Popkes). Das wußte ich noch nicht, als ich - als Gründer der deutschen Nahtodforschung und führender Experte auf diesem Gebiet (mit der größten Fallsammlung und den meisten wissenschaftlichen deutschen Publiationen zum Thema Nahtoderfahrungen) - Herrn Popkes nach meiner Teilnahme an einem von ihm mitgeleiteten interdisziplinären Forschungssymposium über Nahtodeserfahrungen im Jahr 2016 anschrieb.

Als Antwort erhielt ich zuerst die Information, daß ich bei meiner eventuell möglichen Teilnahme die Vorträge nicht mitdiskutieren dürfe: “ In den Aussprachen wird aber nur den Referenten die Möglichkeit geboten, ihre Beiträge wechselseitig zu diskutieren. Alle anderen Teilnehmer haben demgegenüber lediglich indirekt die Möglichkeit, sich in die Diskurse einzubringen, nämlich in Form schriftlich eingereichter Fragen. Auf diese Weise kann einerseits vermieden werden, dass Fragen sich wiederholen. Andererseits wird vermieden werden, dass Fragen bzw. Stellungnahmen formuliert werden, die keinen wissenschaftlichen Standards entsprechen. Persönliche Gespräche mit den Referenten in den Pausen sind demgegenüber natürlich kein Problem.“

Mir wurde also als führendem Wissenschaftler auf dem Gebiet der Nahtodforschung unterstellt, ich könnte wiederholte oder unwissenschaftliche Fragen stellen.

Dann folgte eine unverhohlene Drohung von Herrn Popkes:

„… ein Thema ist uns Organisatoren besonders wichtig: die Vermeidung unsachlicher Polemik! Polemik hat meines Erachtens auf der Ebene einer wissenschaftlichen Kommunikation keinerlei Platz und Funktion. Polemik entsteht oft in solchen Situationen, in denen zwischen einer sachlichen und persönlichen Ebene nicht richtig unterschieden wird. Und viele polemische Entgleisungen gehen auch schlicht auf persönliche Betroffenheit und Eitelkeit zurück.Diese Leitlinien werden wir jedem Teilnehmer der Tagung bereits nach einer Anmeldung kommunizieren. Wer sich dem nicht fügen möchte, kann sich gerne wieder von der Tagung abmelden. Und wir werden auf der Tagung genau darauf achten, dass diese Regeln des Diskurses auch eingehalten werden. Wenn dies nicht geschieht, wird das gastgebende Alfried-Krupp-Kolleg von seinem Hausrecht Gebrauch machen und entsprechenden „Störenfrieden“ die weitere Teilnahme verbieten.“

Da kaum anzunehmen ist, daß Herr Popkes vor der o.g. Tagung die teilnehmenden Wissenschaftlern vor Polemik warnen und im Falle derselben mit dem Hinauswurf drohen würde, bezog sich diese Drohung offensichtlich auf mich, was am Ende seiner folgenden Bemerkung noch deutlicher wurde:

„Freilich scheinen wir in Bezug auf Polemik ein unterschiedliches Verständnis zu haben. Ich beobachte vor allem auf Ihrer Homepage einen Grad an Polemik und persönlicher Diffamierung, der meines Erachtens nicht tolerabel ist. Wenn Sie also an der Tagung teilnehmen, so bitte ich Sie, die oben skizzierten Leitgedanken zu beachten. Die möglichen Konsequenzen bei Nicht-Beachtung habe ich ja erwähnt.“

Nun, bisher war (nicht nur mir) Herr Popkes in der Nahtodforschung völlig unbekannt. Als ich später von seiner Funktion als (neuem) Vorsitzenden des von mir mitgegründeten und dann wegen seiner Unwissenschaftlichkeit verlassenen Laien-Netzwerkes N.NTE erfuhr, war seine polemisch-respektlose Antwort auf meine Teilnahmeanfrage erklärt - und ein weiterer Beweis für den Kritiker-diskriminierenden Charakter des N.NTE. Dieser völlig unwissenschaftliche Stil des N.NTE, das keine (N.NTE-)kritischen Wissenschaftler, sondern primär die eigenen Mitglieder als Referenten zu seinen Veranstaltungen einlädt, hatte sich also auch unter seinem neuen, diesmal wissenschaftlichen Vorsitzenden nicht geändert, der notwendige Kritik am N.NTE als Polemik diffamiert. Da stört es nicht, daß die eigenen Referenten oft keinerlei fachwissenschaftliche Publikationen zum Thema Nahtoderfahrungen vorweisen können; entscheidend ist die kritiklose Mitgliedschaft im „Deutungshoheit“ beanspruchenden N.NTE – und besonders wichtig sind Professorentitel (selbst in völlig fachfremden Gebieten), die dann zum Aushängeschild des N.NTE werden.

Unter oder kurz nach dem - nach wenigen Monaten interessanterweise nicht mehr im Vorstand präsenten - Herrn Popke kam das Netzwerk Nahtoderfahrung auf eine weitere (unspirituelle!) Idee, mich und damit die wissenschaftliche Nahtodforschung anzugreifen . Man fügte auf der Homepage des Netzwerkes eine Seite zum Thema "Nahtodforschung" ein - und versuchte so, mit vielen Klicks auf diese Seite (u.a.m.) sich bei google vor meiner auf Platz 1 stehenden Seite nahtodforschung.com zu plazieren. Da diese Seite "Nahtodforschung" bei der Netzwerk-HomepageStartseite gar nicht zu finden ist und inhaltlich keinerlei Forschungseergebnisse enthält, ist deren Funktion nur eine: Aus hochgradig unspiritueller Motivation durch viele klicks auf diese inhaltsleere Unterseite mein hohes Internetranking bei google zu verhindern.Damit disqualifiziert sich das Netzwerk endgültig.

Natürlich finden sich auf dieser Seite des Netzwerks keine Hinweise auf meine homepage oder meine Publikationen, obwohl ich nahezu der einzige Wissenschaftler bin, der bisher in vielen wissenschaftlichen Fachzeitschriften zum Thema Nahtoderfahrung (jahrelang) publiziert (und die größte Fallsammlung in Deutschland aufgebaut) hat. Auch werden nur eigene Wohnzimmerinteerview-Filmproduktionen verlinkt, nicht aber die von mir wissenschaftlich begleiteten Filme bei ARTE/HR3 und ARD (s.o.)!

7)

Bedeutung, Wert und Richtigkeit religiöser Überzeugungen - und Erkenntnisse über falsche, weil psychisch schädigende Religionen/religiöse Weltanschauungen

Nahtoderfahrungen können also (durch Laien wie dem N.NTE, s..o. Punkt 6) zum Religionsersatz oder als überwertige Idee undifferenziert zum gefährlichen, weil falschen Heils- und Himmelsversprechen für alle Menschen gemacht werden. Diese Gefahr falscher Einschätzung vermeintlicher religiöser Visionen zeigt sich auch bei den großen Religionen und mit schlimmsten Folgen besonders im Islam.

So hatte auch Mohammed eine – mittelalterlichen christlichen Nahtoderfahrungen ähnelnde - Himmel-Höllen-(Engel-)Vision mit anschließendem Stimmenhören. Diese Bilder (und Stimmen) bestanden wie alle Nahtod-Jenseitsbilder aus Projektionen/Halluzinationen subjektiver und kultureller Annahmen mit einem gemeinsamen realen Kern: Dass jeder Mensch für seine verantwortbaren Taten nach dem Tod Konsequenzen erleben wird.

Mohammed hielt diese Bilder jedoch für absolut real und erklärte seine Religion deswegen zur einzig wahren. Beides ist jedoch FALSCH. Aufgrund dieser falschen Deutung von Mohammeds „Jenseitserfahrungen“ jedoch wurden - beginnend mit Mohammeds eigenen Kriegszügen - durch islamisch motivierte Angriffskriege weltweit ca. 270 Millionen Menschen verfolgt und getötet.

Nahtodforschung muß sich also auch mit den höchstgradig negativen, ja lebensgefährlichen Auswirkungen falscher Deutung und Verabsolutierung von Nahtoderfahrungen (bzw. religiösen Visionen) beschäftigen. Nahtodforschung kommt damit dem Erleben des Todes (mit möglichen konsekutiven Nahtoderfahrungen) von Millionen Menschen besonders und auf ganz fatale Weise nahe.

Wie eine falsche (naive) Deutung von Nahtoderfahrungen zu Millionen von Toten führt - das soll im folgenden am Beispiel des Islam untersucht werden – und zwar ausführlich, weil auch heute noch jedes Jahr tausende Menschen/Andersgläubige in islamischen Ländern verfolgt, bedroht, ruiniert und getötet werden, weil sie nicht den richtigen (islamischen) Glauben haben - oder weil sie diesen kritisieren oder es sogar wagen, den Islam zu verlassen.

Die Verfolgung von Christen in islamischen Ländern wird ausführlich von https://www.opendoors.de/ dargestellt, während https://www.thereligionofpeace.com/ unter List of Attacks jede Woche die seit 9/11 islamisch motivierten Attentate mit Ort, Zeit und Anzahl der Toten und Verletzten benennt. Allein seit den Anschlägen vom 9.September 2001 wurden bis zum 21.9.12 insgesamt 19634 weitere Selbstmordanschläge MIT JEWEILS 100-400 TOTEN UND SCHWERVERLETZTEN verübt 260 dieser Anschläge führten z.B. allein im Ramadan des Jahres 2012 zu 1209 Toten und 1910 Schwerverletzten. Seit den Anschlägen vom 9.September 2001 bis zum 08.05.2015 wiederum wurden insgesamt 26061 weitere (Selbstmord-)Attentate von Islam-Anhängern verübt; in der Woche vom 30.5.15 bis 5.6.15 waren es allein 62 solcher Attacken mit 506 Toten und 445 Schwerverletzten ( http://www.thereligionofpeace.com)!! Bis zum 29.7.2020 waren das weltweit inzwischen insgesamt 37270 Attentate!!!! Im Juni 2020 gab es z.B. allein 766 Tote und 410 Verletzte durch islamisch motivierte Attentate ..., Damit ist der Islam bis heute die gewalttätigste und fremdgefährdendste (und damit „krankeste“) Religion überhaupt - und gehört deswegen weder zu Deutschland noch in irgendein anderes christliches Land.

In der folgenden herunterladbaren Datei finden sich beispielhaft die Attentats- und Opferzahlen aus den letzten Jahren:

IslamischerTerrorismus.docx

(DOCX — 2 MB)

Bezeichnenderweise protestieren die Muslime in Deutschland nicht (täglich) gegen die weltweit täglich verübten UND ISLAMISCH MOTIVIERTEN Massenmorde - und weder die deutsche Presse noch das Deutschland islamisierende links-grüne Merkel-Bündnis berichten davon ...


Nun kommen wir also zur FALSCHEN islamischen Deutung der religiösen Visionen Mohammeds.Der halluzinative Charakter von Mohammeds Jenseitsbildern zeigt sich wie in allen Nahtoderfahrungen-in deren fantastischen Subjektivität (Koranstellen in Klammern):


„Sure 17 des Koran beginnt mit einem kurzen Bericht über die nächt­liche Himmelsreise, die am Sonnabend, dem 17.Ramadan, achtzehn Monate vor der Hedschra, stattgefunden haben soll. »Lob und Preis sei ihm, der seinen Diener zur Nachtreise vom Heiligen Tempel zu Mekka zum fernen Tempel [im Himmel] geführt hat. Diese Reise haben wir gesegnet, damit wir ihm unsere Zeichen zeigen.« (17,2) Mohammed befand sich in Begleitung des Erzengels Gabriel; er hatte … dem Propheten eine geflügelte Stute mit Frauenkopf und Pfauenschwanz zugeführt … Buraq mit Namen, das »seine Hufe so weit setzt, wie sein Auge reicht« … Darauf wurden drei Becher gebracht, einer mit Milch, der andere mit Wein, der dritte mit Wasser gefüllt. Darauf sagte der Gesandte Gottes: »Ich hörte, als die Becher vor mich hingestellt wurden, jemanden sagen: nimmt er das Wasser, werden er und sein Volk untergehen; nimmt er den Wein, werden er und sein Volk in die Irre gehen; nimmt er jedoch die Milch, so werden er und sein Volk rechtgeleitet werden. Da nahm ich den Becher mit Milch und trank daraus. Gabriel sagte darauf zu mir: Du wirst rechtgeleitet und mit dir dein Volk, Mohammed!« Nach dem kollegialen Empfang durch die versammelten Prophe­ten und gemeinsam gesprochenen Gebeten, »wurde mir«, bestätigte Mohammed, »eine Leiter gebracht, wie ich nie eine schönere gesehen habe. Es war die, auf welche die Toten bei der Auferstehung ihre Blicke richten. Mein Freund ließ mich aufsteigen, bis wir zu einem der Him­melstore kamen, welches das Tor der Wache heißt. Zwölftausend Engel hielten dort Wache.« Im untersten Himmel begegneten sie Adam, dem die Seelen der Menschen vorgeführt wurden, in den folgenden trafen sie Jesus und Johannes den Täufer, dann Josef, Henoch, Aaron und Moses. Im siebten Himmel stand Mohammed vor Allah; er verpflichtete ihn und seine Anhänger täglich fünfzigmal zu beten. Als Mohammed auf dem Rückweg noch einmal bei Moses vorbeikam, fragte er, wieviele Gebete ihm denn auf­erlegt worden seien. Er antwortete, fünfzig Gebete jeden Tag. Darauf soll Moses gesagt haben: »Das Gebet ist schwer, und deine Gemeinde ist schwach; kehr um zu deinem Herrn und bitte ihn um Erleichterung für dich und deine Gemeinde.« Tatsächlich hatte ihm Allah zunächst zehn Gebete erlassen, Moses schien das Deputat noch immer zu hoch. Nach weiteren Verhandlungen wurden schließlich fünf Gebete täglich vereinbart. Als Moses auch dies nicht genügte, entgegnete Mohammed; »Ich bin [mehrmals] zu meinem Herrn zurückgekehrt und habe ihm die Bitte vorgetragen, bis ich mich nun jedoch schäme und es nicht erneut tun werde. Wer von euch sie voll Glaube und Hoffnung verrichtet, der erlangt dafür den gleichen Lohn wie für fünfzig vorgeschriebene Gebete.«

All diese Bilder sind ganz klar individuelle religiöse Halluzinationen und keine jenseitigen Wirklichkeiten.Noch deutlicher wird der halluzinative Charakter der Mohammed-Visionen in seinen Höllenfantasien:

 

„Izrail, der Todesengel, beendet das individuelle Leben und holt die Seelen aus dem Körper der Verstorbenen. Andere schlagen die Ungläubi­gen mit eisernen Keulen ins Gesicht (47, 28) und stürzen sie eigenhändig in die Glut des höllischen Feuers (8, 51). Der Vollzug wird von neun-zehn Wächterengeln beaufsichtigt (74, 7). Schließlich verhören Mun­kar und Nakir, schwarze Gestalten mit blauen Augen, die Toten schon in den Gräbern; das Ergebnis ihrer Ermittlungen soll aber erst am Tag des Jüngsten Gerichts endgültig bilanziert werden. In die Hölle, wo ein ewig loderndes Feuer brennt (66,10; 59,17), kommen zuerst die Ungläubigen, die den göttlichen Ursprung des Koran leugnen und Mohammed nicht als den Gesandten Gottes anerkennen, sowie das Heer der Ungerechten, Gewalttätigen und Frevler (32, Zo; 27, 92). Auch wer Muslime verfolgt (85,10) oder tötet (4, 95), für die Sache Gottes nicht in den Krieg zieht (9, 34; 4, 99), den Besitz der Waisen veruntreut (4, u), nicht betet (74, 43) und keine Almosen gibt (69,34), wird mit dem Aufenthalt in der Hölle bestraft. Die Verdammten werden zunächst in die Hölle geführt (89,24; 18, 100), damit sie hören und sehen können, welche Qualen sie dort erwarten (79,36; 102, 6). Anschließend werden sie, in Ketten gefesselt, gruppenweise kopfüber in die Flammen gestoßen (27, 92; 39, 71). Die Gepeinigten tragen Unterwäsche aus Teer (14,50) und brennende Gewänder (22,20); das Feuer, heißer als die Hitze des Sommers (9, 81), durchdringt ihre Körper, verbrannte Haut wird von Gott durch eine andere ersetzt (4, 56). Gegen den Durst trinken sie siedendes Wasser (78, 25) aus heißen Quellen (88,5), das unter heftigem Würgen (14, 19) im Halse stecken bleibt und ihre Gesichter röstet (18, 28). Unter ihnen befanden sich Frauen, die an den Brustwarzen aufgehängt waren; andere von ihnen waren an den Füßen, mit dem Kopf nach unten, gehängt. Sie schrien und brüllten fürchterlich. Da fragte ich: >O Gabriel, wer sind diese Frauen?< Er antwortete: >Es sind Frauen, die gehurt, ihre Kinder getötet und außereheliche Kinder geboren haben. Nahrung liefert nur der Höllenbaum, dessen Früchte aussehen wie Satansköpfe (37, 64). Außer Feuer und Hitze sind in der Hölle auch Folterwerkzeuge wie Ketten, Nackenfesseln (76, 4) und eiserne Schlagstöcke (22,21) vorhan­den. Menschen, die zu Lebzeiten nur nach Gold und Silber trachteten, sollen am Tag des Gerichts mit dem geschmolzenen Edelmetall an Stirn, Seite und Rücken gebrandmarkt werden (9, 35). Die Einsicht, dass es aus der Hölle kein Entrinnen gibt (14, 21), verursacht zusätzlich seelische Qualen. Es hilft den Verdammten nicht, sich gegenseitig zu beschuldi­gen, verführt worden zu sein (7, 38-39); sie müssen hinnehmen, dass sie weder zum Sterben verurteilt wurden noch mit Erleichterung ihrer Stra­fen rechnen dürfen (35, 36-37). Mitleidslose Engel bewachen die Pforten des Infernos; Malik, ihr Anführer, erklärt allen, die um Gnade bitten, dass der Aufenthalt in der Hölle nie ein Ende haben wird (43, 77). 

Ähnliche Höllen- (und Himmels-)bilder kennen wir von NDEs aus dem christlichen Mittelalter. Das Problem aber ist, daß Mohammed diese seine religiösen Visionen nicht als Imaginationen bzw. Halluzinationen mit allenfalls einer realen Botschaft (daß es für verantwortbares negatives Handeln in einem Leben nach dem Tod Konsequenzen gibt) erkannte - so wie auch heute noch manche NDE-Interpreten die Nahtod-Bilder fälschlicherweise für reale Bilder des Jenseits halten. Mohammed gründete vielmehr aufgrund dieser Visionen eine ganze Weltreligion, die allen Zweiflern an der Realität seiner Visionen und an der Gültigkeit der daraus abgeleiteten Religion die Hölle androht und die Welt unter dem Anspruch, die beste und einzige wahre Religion zu sein, mit Kriegen und Attentaten im Namen ihres Gottes Allah überzog und heute noch überzieht, um sie dem Islam zu unterwerfen!!!


Den hoch pathologischen und dissozial/fremdgefährdenden ISLAMISCH MOTIVIERTEN (Selbstmord)Attentätern wird aufgrund eines naiven Fürwahrhaltens der NDE-Bilder auch noch eine Belohnung (vieler Jungfrauen) in dem "Mohammed-Himmel" versprochen – was dann auch ihr Motiv für die (Selbst-)Mordanschläge ist !!! Das aber ist die Folge einer FALSCHEN INTERPRETATION von Mohammeds NDE-ähnlicher Himmel- und Höllenvision!

Tatsächlich wurde Mohammed aber im Gegensatz zu den NDErn auch durch seine religiösem "Visionen" verfolgt und gequält, was in der modernen Psychiatrie als Zeichen einer psychischen Störung gilt und von seinen Zeitgenossen tatsächlich auch als "Besessenheit" (und damit eben als psychische Störung auf dem Stand einer archaischen Psychopathologie) verstanden wurde. Er hörte im weiteren Verlauf seiner weiteren religiösen Erfahrungen ständig eine Stimme, die alle seine Probleme kommentierte und in seinem

Sinne löste. Dies beschreibt der Marburger Medizinhistoriker Professor Dr. Armin Geus in seiner Psychopathobiographie Mohammeds mit dem Titel "Die Krankheit des Propheten" aus dem Jahr 2011.

In einer Rezension dieses Buches heißt es:

"Rezensiert: Armin Geus: „Die Krankheit des Propheten“ Veröffentlicht am 17. Juni 2011 by bpeinfoRezension von Prof. Dr. Thomas Junker Woher weiß ein gläubiger Moslem, dass er den richtigen Gott anbetet? Und woher nimmt er die Überzeugung, dass Allah nicht nur einer unter vielen Göttern sondern der einzige Gott ist? Weil dies im Koran behauptet wird. Der Koran wiederum soll nicht von Mohammed erdichtet worden sein, sondern von Allah, dem „Herrn der Weltbewohner“, selbst stammen (Sure 10, 37). Und so beruht das Glaubenssystem der Moslems darauf, dass Mohammed die vom Erzengel Gabriel diktierten Texte wahrheitsgetreu wiedergegeben hat. Was aber, wenn es Einflüsterungen des Satans waren? Und wie steht es mit dem Wahrheitsgehalt des Korans, wenn Mohammed ein Hochstapler oder geisteskrank war? Es wäre zwar möglich, dass sich Allah zur Überbringung seiner Nachrichten eines psychisch kranken Propheten bedient hat. Nichtdestoweniger würde dies die Glaubwürdigkeit des Korans erschüttern und die Frage aufwerfen, inwiefern sich die Mohammed’schen Offenbarungen von den Eingebungen anderer Propheten und von den Halluzinationen der Psychatriepatienten unterscheiden. Der Islam beruht also ganz wesentlich auf der Glaubwürdigkeit seines Propheten, was einen Teil der hysterischen und mörderischen Reaktionen erklärt, die Salman Rushdies„Satanische Verse“ und selbst harmlose Mohammed-Karikaturen auslösten. Und genau aus diesem Grund muss sich jede ernstzunehmende Kritik des Islam um diesen neuralgischen Punkt bemühen. In Anbetracht der weit verbreiteten Scheu, dies zu tun, kann es nicht hoch genug bewertet werden, dass Armin Geus die vielfältigen Hinweise auf eine schwere psychische Erkrankung des Propheten ohne falsche Rücksichtnahme und ideologische Scheuklappen gesichet und bewertet hat. Schon zur Zeit Mohammeds kursierten entsprechende Vermutungen, wie aus den im Koran selbst enthaltenen Dementis hervorgeht. So heißt es beispielsweise, der Prophet sei weder wahnsinnig noch besessen gewesen. Der byzantinische Historiker und Theologe Theophanes Confessor (765-815) deutete die Offenbarungen und Visionen Mohammeds erstmals als Epilepsie. Später wurde eine ganze Reihe weiterer Vermutungen über die Art der Krankheit des Propheten geäußert. Das Spektrum reicht von einem Tumor des Hypophysenvorderlappens (Akromegalie) über eine narzisstische Persönlichkeitsstörung und hysterische Anfälle bis zu Vergiftungserscheinungen. Armin Geus selbst kommt aufgrund zahlreicher Indizien zu dem Schluss, dass Mohammed unter einer „paranoid-halluzinatorischen Schiziphrenie mit definierten Wahnvorstellungen und charakteristischen Sinnestäuschungen“ gelitten hat. Und so lässt sich der Koran auch als „Chronik einer Krankengeschichte“ lesen (S 74-75). Die detaillierte Diskussion der verschiedenen Diagnosen ergänzt Armin Geus durch Hinweise auf den Charakter Mohammeds. Neben den Überlieferungen über dessen Leben sind vor allem die Allah, Mohammed alter ego, zugeschriebenen Eigenschaften eine reiche Fundgrube. Das so entstehende Bild ist wenig schmeichelhaft. Das ständige Schachern zeuge von einer „Krämerseele“, die rücksichtslose Selbstbezogenheit, der Sadismus … sind weitere Hinweise auf schwere charakterliche Mängel. Die Krankheit des Propheten ist ein mutiges, interessantes und wichtiges Buch, das viel zu einer realistischen Einschätzung des Islam beiträgt. Es liefert entscheidende Hintergrundinformationen, indem es die Religion Mohammeds aus dem Charakter und Prophetenwahn ihres Stifters deutet. Damit erklärt es nicht alles am Islam, aber ohne diesen Aspekt bleibt vieles im Dunkel. Prof. Dr. Thomas Junker (Tübingen und Frankfurt a.M.)Armin Geus: „Die Krankheit des Propheten“– ein pathographischer Essay. Marburg an der Lahn 2011. Basiliken-Presse; 219 Seiten, 6 Abb., EUR 36.–, ISBN 978-3-941365-15-5"

(http://bpeinfo.wordpress.com/2011/06/17/rezensiert-armin-geus-%E2%80%9Edie-krankheit-des-propheten%E2%80%9C/)

Der Gründer des Islam war tatsächlich ein halluzinierender Temporallappen-Epileptiker. Die Beschreibungen seiner sog. „Offenbarungen“ wie auch die anfallsartig auftreteneden akustischen Halluzinationen sind klare Hinweise auf epileptische Anfälle. Die folgenden Zitate stammen primär (wenn nicht eine andere Quelle angegeben wird) aus dem Buch von Abdel-Samad (Mohammed Eine Abrechnung), aber auch aus dem Buch von Professor Tilman Nagel (Angst vor Allah?), dem Buch des Professors für Medizingeschichte Armin Geus sowie dem des iranischen Neuropsychologen Abbas Sadeghian (Sword and Seizure. Muhammad’s Epilepsy & Creation of Islam), die die noch viel weiterreichende psychische Erkrankung dieses vermeintlichen Propheten aufzeigen.

 

 

Zu dem erstgenannten Buch von Abdel Samad schreibt der Freiburger Islamwssenschaftler Professor Ourghi (und belegt damit dessen Wissenschaftlichkeit):

 

 

http://www.zeit.de/gesellschaft/2015-12/hamed-abdel-samad-islamkritik-buch/komplettansicht

Hamed Abdel-Samad

ABDEL-HAKIM OURGHI

leitet den Fachbereich Islamische Theologie und Religionspädagogik an der Pädagogischen Hochschule Freiburg im Breisgau.

Wer hat Angst vor ehrlicher Islamkritik?

Der muslimische Theologe Abdel-Hakim Ourghi verteidigt den islamkritischen Politikwissenschaftler Hamed Abdel-Samad und plädiert für eine humanistische Religionskritik.

Ein Gastbeitrag von Abdel-Hakim Ourghi

14. Dezember 2015, 17:04 Uhr 290 Kommentare

Ein Islamexperte hat ein islamkritisches Buch geschrieben. Es rechnet in großer Schonungslosigkeit mit dem Propheten Mohammed ab. Man könnte sagen, dies sei ein Thema der Stunde. Doch merkwürdig: Die Kritiker von Hamed Abdel-Samads neuem Buch haben sich kaum für das Buch selbst interessiert. Stattdessen scheint ihnen die Vita des Autors viel wichtiger zu sein als ein echter Islamdiskurs über Mohamed. Eine Abrechnung. Einige deutsche Islamwissenschaftler verabschiedeten sich bewusst von ihrer Rolle als Rezensenten, also objektive Beobachter eines innerislamischen Diskurses, und werden zu subjektiven Teilnehmern, ja sogar zu Apologeten einer Religion.

Auch Christian H. Meier stellt hier bei ZEIT ONLINE lieber Abdel-Samads Motive infrage, anstatt sich konkret mit seinen Thesen auseinanderzusetzen. Er spricht schließlich lieber über das Dilemma der Islamwissenschaft als Stellung zu beziehen. Meiers unsachliche Kritik ist symptomatisch für die Haltung einiger Islamwissenschaftler gegenüber islamkritischen Positionen.

Da ich eingeladen war, zur Präsentation des Buches mit Abdel-Samad über seine Thesen zu diskutieren, unterzog ich das Buch einer genauen Lektüre, bei der ich alle zitierten arabischen und westlichen Quellen überprüfte. Sie waren korrekt.

Islamkritik ist lebensgefährlich

Und doch: Am 27. September in Berlin, bei der Buchpremiere in Berlin, stellte ich fest, wie gefährlich es sein kann, wenn ein Muslim den Islam durch seine kanonischen Quellen kritisiert. Wir durften ohne die Erlaubnis der Personenschutzbeamten von Hamed Abdel-Samad nicht einmal aus der Limousine des LKA aussteigen. Ein unbeschreibliches Gefühl der Traurigkeit überkam mich: Den Islam und die Muslime zu kritisieren ist inzwischen eine lebensgefährliche Angelegenheit.

Das ist ein Skandal ohnegleichen. Denn ist nicht die Meinungsfreiheit das höchste Gut für uns alle? Umso trauriger, wie Abdel-Samads Meinung in der Öffentlichkeit abqualifiziert wurde, nämlich mit äußerst wenig Sachverstand.

Gleich am Tag nach der Buchpremiere erschien bei Spiegel Online die erste Rezension von Daniel Bax. Er erwähnt weder eine Quelle noch ein Zitat aus dem Buch. Bax vergleicht aber Abdel-Samads Kritik an Mohammed mit der Kritik früherer christlicher Theologen, die den Propheten zur Zielscheibe einer "beispiellosen Gräuelpropaganda" gemacht hätten. Doch der Vergleich ist unzulässig, denn Abdel-Samad nähert sich der Geschichte des Propheten nicht aus einer konkurrierenden theologischen, sondern aus einer religionskritischen Perspektive. Außerdem sind Abdel-Samads Vorwürfe gegen Mohammed nicht neu, sondern sehr alt: Sie finden sich nämlich zum größten Teil im Korantext selbst. Dort ist belegt: Die damaligen Gegner des Propheten in Mekka betrachteten ihn unter anderem als "besessen" (Koran 81:22) und von Geistern beherrscht (7:184), als Wahrsager (52:29), Lügner (26:154) und Schwindler (25:4-6).

Abdel-Samad begegnet dem islamischen Bild vom Propheten mit einer wissenschaftlich völlig legitimen historisch-kritischen Methode und zitiert zahlreiche westliche Studien zu Mohammed. Trotzdem nennt Daniel Bax den Autor des Buches einen Islamhasser und wagt es sogar, ihn als Salafisten zu bezeichnen, da er angeblich selektiv mit den historischen Quellen umgehe. Die Hauptthesen des Buches bleiben in der Rezension ebenso unerwähnt wie die Quellen.

Traumatisierung als Grund, den Islam zu kritisieren

Auch in der Rezension der FAZ spielt die Vita von Abdel-Samad eine zentrale Rolle. Der Journalist und Islamwissenschaftler Rainer Hermann schreibt über die Kindheit Abdel-Samads und seine Erfahrung mit sexuellem Missbrauch – so als sei dessen frühe Traumatisierung ein Grund, dass er nun den Islam kritisiert. Abdel-Samad tut dies jedoch als studierter Politikwissenschaftler, guter Kenner der frühislamischen Quellen sowie der aktuellen Lage in der islamischen Welt Auch Hermann erhebt den Vorwurf, Abdel-Samad würde mit den Quellen nicht sorgfältig umgehen, ja er habe sogar Geschichten über Mohammed erfunden. Doch dem ist nicht so.

Alles, was Abdel-Samad in seinem Buch über Mohammed erzählt, findet sich in den anerkannten Quellen des Islam wieder. Dagegen irrt Hermann selbst, wenn er behauptet, Mohammed habe eine Frau namens Fatima (604-632) geheiratet und mit ihr gemeinsame Kinder gehabt. Fatima war laut allen islamischen Quellen Mohammeds Tochter, nicht Ehefrau, und sie war in Wahrheit mit Ali, dem Vetter des Propheten (600-661), verheiratet. So ein Kardinalfehler sollte einem Kritiker nicht unterlaufen.

Blättern wir weiter durch die Rezensionen. Da behauptet also der Islamwissenschaftler Stefan Weidner, Abdel-Samads Sichtweise sei von einer "fundamentalistischen Islam-Interpretation geprägt". Weidner versucht nicht einmal, sich mit den im Abdel-Samads Werk zitierten arabischen Quellen auseinanderzusetzen. Stattdessen wertet er den Autor ab, ganz ähnlich wie Daniel Bax, nur in einem anderen Schreibstil.

Seine Islamkritik ist ein Geschenk für den Islam

Und noch ein Kritiker: Der Islamwissenschaftler Muhammad Sameer Murtaza hat das Buch von Abdel-Samad für das Internetportal IslamiQ rezensiert. Murtaza, der den konservativen islamischen Dachverbänden sehr nahe steht, behauptet nun, Abdel-Samad sei durch die Fülle der arabischen Quellen "überfordert" und suche sich den "leichtesten Ausweg": Er reiße Texte aus ihrem Kontext. Stimmt das? Leider erwähnt Murtaza weder die Thesen des Buches noch die Kontexte. Murtaza versucht erst gar nicht eine historisch-kritische Auseinandersetzung mit der Figur des Propheten, sondern er verklärt und idealisiert ihn durch Rückprojektionen. So betrachtet er etwa die vom Propheten geführten Kriege als reine Selbstverteidigung.

Abdel-Samad ist in dieser Hinsicht viel präziser und unterscheidet korrekt zwischen der friedlichen und der gewalttätigen Phase im Leben des Propheten. Er dokumentiert anhand des Korans die Ära der Gewaltmaßnahmen, als Mohammed die Macht des Wortes und die Gewalt des Schwertes vereinte: so bei der Vertreibung der Juden oder bei dem im April 627 verübten Massaker am jüdischen Stamm Banu Qurayza. Doch Murtaza empfiehlt den Lesern statt Abdel-Samad die Bücher der Islamwissenschaftler Montgomery Watt und Karen Armstrong als Alternativliteratur. Dabei widerlegen diese Autoren keineswegs die zentrale These Abdel-Samads von der Gewalttätigkeit des klassischen Islam, sondern unterstreichen sie vielmehr.

Wissenschaftliche Integrität, Kenntnis des Islam

Man muss nicht unbedingt mit allen Thesen Abdel-Samads einverstanden sein, etwa der, dass er den Islam für unreformierbar hält. Doch sein Werk abzuqualifizieren und sich auf die Biografie des Autors zu kaprizieren, hat mit einer differenzierten Buchkritik nichts zu tun. Selbstverständlich ist seine Beschäftigung mit dem Islam durch sein hermeneutisches Vorverständnis und die eigene Erfahrung einigermaßen belastet.

Jedoch kann man ihm seine wissenschaftliche Integrität und Kenntnis über den Islam nicht absprechen. Gerade in seinem Mohammed-Buch stellt er als Arabisch-Muttersprachler seine Vertrautheit mit den arabischen Quellen und zugleich der westlichen Islam-Literatur unter Beweis. Im Rahmen seiner historisch-kritischen Lesart verwendet er zentrale arabische Werke, etwa die Biographie des Propheten von Abd al-Malik Ibn Hischam (gest. 830/3), die Geschichte der Feldzüge von al-Waqidi (747-823), die Schriften des Ibn Saad (784-845) oder das Geschichtswerk von at-Tabari (839-923). Hinzu kommt als wichtige Quelle das im 9./10. Jahrhundert kompilierte bibliographische Material zur Tradition des Propheten (Sunna). Vor allem aber beruft sich Abdel-Samad auf den Koran als historisches Zeugnis, das auf die Lebenszeit des Propheten zurückgeht.

Ein entscheidender Punkt, der in keiner Rezension eine Erwähnung fand, ist Abdel-Samads Leistung, die Historizität Mohammeds anhand islamischer Quellen zu beweisen. Er vergleicht die Berichte über das Leben des Propheten aus den früheren biographischen Quellen mit der Entwicklung der Sprache des Korans und kommt zu dem Ergebnis, dass es hier eine Übereinstimmung gibt. Dafür ordnet er die Suren chronologisch und nicht nach ihrer Länge wie in der heutigen, offiziellen Ausgabe des Korans.

Die bislang einzige größere Verteidigung des Buches stammt übrigens von einem Nicht-Muslim. Jerome Lombard schrieb in der Jüdischen Rundschau, dass Abdel-Samads Werk keineswegs nur eine weitere Biographie, sondern eine fokussierte religiöse Abhandlung sei. Er rät, die Muslime sollten die Thesen von Abdel-Samad ernst nehmen. In der Tat.

Der Islam braucht die Islamkritik

Denn seine Islamkritik ist ein Geschenk für den Islam. Warum? Niemand verteidigt heutzutage den Islam und die Muslime heftiger als westliche Konvertiten und Religionsdialog-Amateure. Der Islam braucht aber keine uninformierten Rechtsanwälte. Wir Muslime sollten keine Angst vor Kritik haben, denn fundierte Islamkritik bedeutet nicht Ablehnung unserer Religion, sondern ist eine emanzipatorische und herrschaftskritische Notwendigkeit.

Vielleicht ist das der eigentliche Grund für den Zorn vieler Gegner, die ihm mit Mord drohen. Abdel-Samad geht das höchste Risiko ein, er setzt sein Leben aufs Spiel. Es liegt ihm offenbar viel am Islam. Der Philosoph Michel Foucault nannte solche Freimütigen "Parrhesiasten" – also wahrhaft Mutige. Auch ich halte seine Bücher für eine Form der Parrhesia. Ohne sie gibt es keine Reform von Religion. Abdel-Samads Kunst besteht darin, klar und ohne Verklausulierung, Verheimlichung oder Maskierung etwas Wahres zum Ausdruck zu bringen

 

 

Im folgenden werden nun zuerst die klaren Hinweise auf eine (Temporallappen-) Epilepsie Mohammeds dargestellt.

In der »Chronographia« des byzantinischen Historikers und Theo-logen Theophanes Confessor (765—815) werden die Offenbarungen und Visionen Mohammeds erstmals als Krankheit gedeutet.43 Er vermutete eine Epilepsie und stützte sich dabei auf Andeutungen Ibn Ishaqs, der die erste Biografie verfasst hatte.44

 

 

Einmal, er muss etwa vier Jahre alt gewesen sein, ereignete sich dabei etwas, das von frühislamischen Mohamed-Biographen als Wunder erzählt wird. Zitternd vor Angst, soll der Junge eines Tages zu seiner Amme Halima geeilt sein. Zwei weißgekleidete Männer seien zu ihm ge¬kommen, als er die Schafe hütete, hätten ihn gepackt, auf den Boden gelegt und seine Brust mit einem Messer geöffnet. Den Überlieferungen zufolge waren die beiden Männer Engel, die Mohameds Brust geöffnet hatten, um sein Herz mit heiligem Wasser von Teufelseinflüsterungen zu reinigen. Mit diesem Ritual sollte Mohamed darauf vorbereit werden, später die Botschaft Gottes empfangen zu können. Die seltsame Schilderung verunsicherte die Beduinen, Hali-ma glaubte, der Junge sei krank oder von einem bösen Geist besessen. Sie entschied, ihn zurück zu seiner Mutter nach Mekka zu bringen.

Demnach soll er schon Jahre vor Beginn der Offenbarungen »von einer Art Ohnmacht nach heftigem Zittern« überfallen worden sein, wobei »er brüllte wie ein Kamel, die Augen ver¬schlossen hielt [und] das Gesicht schäumte«.45 Dies teilte Abu Huraira (um 610—678) mit, der seit 629 im Haushalt des Propheten als Tagelöh¬ner beschäftigt war. » (AG, Die Krankheit des Propheten)

Mohammed selbst hatte zunächst geglaubt, er sei vom Teufel besessen» Eines Tages kam Mohamed ängstlich ins Haus Khadidschas, zitterte stark und bat seine Frau dar¬um, ihn zuzudecken. Er erzählte ihr von einem Teufel, der ihn habe würgen wollen. Khadidscha beruhigte ihn, dies sei nicht der Teufel, sondern ein Engel aus dem Himmel gewesen.


Später verschlimmerten sich Mohameds Angstzustände so sehr, dass er seiner Frau offenbarte, er wolle zu einem Berg hinaufsteigen und sich von dort aus in den Tod stürzen (A-S,MeA)


Wenn die Offenbarung zu Mohammed herabkam«, sagte er außerdem, »konnte keiner von uns sein Auge zu ihm erheben, nach einem anderen Bericht ward er böse wenn man ihn [dabei] ansah«.46

Der dritte Kalif Uthman Ibn Affan (574—656) erlebte bei einem Besuch im Hause seines Schwiegervaters Mohammed, dass die Augen des Propheten »plötzlich gegen den Himmel gekehrt waren, dann zur rechten Seite; sein Kopf bewegte sich während dieser Zeit, wie wenn er spräche, dann blickte er wieder gegen den Himmel, dann zur Linken und dann zu Uthman«. Auf dessen Frage, was ihm fehle, antwortete er: »ein Koranvers ist mir geoffenbart worden«.47 (AG, Die Krankheit des Propheten)


Aufschlussreich ist nicht zuletzt Mohammeds eigene Ansicht über die Form seiner Offenbarungen; »Ich erhalte sie auf zwei Arten«, erklärte er, »entweder überbringt sie mir Gabriel und sagte mir sie vor, wie ein Mann den andern etwas vorsagt. Solche Offenbarungen entgehen mir biswei¬len, oder die Offenbarung kommt zu mir wie der Ton von Glöckchen, welcher fortdauert, bis ich sie meinem Herzen eingeprägt habe. Diese Offenbarungen entschlüpfen mir nie.«48 (AG, Die Krankheit des Propheten).

» … Mohammeds Anfälle« nahmen gewöhnlich die Form eines Fiebers an, sein Gesicht wurde blass, er bebte und fröstelte und endlich verkündeten große Schweißtropfen auf seinem Gesicht, dass die Krisis eingetreten" war (AG, Die Krankheit des Propheten)

 

 

Nach einer Textstelle in der von Abdel el-Malik Ibn Hischam bearbeiteten Biografie Muhammad Ibn Ishags52 sowie auf Äußerungen von Zeid Ibn Tahit, der in Medina Sekretär des Propheten gewesen ist: Auf die Frage, wie Mohammed die Offenbarungen erfahre, soll er nach Ibn Hischain geantwortet haben:

»Manchmal erscheint mir ein Engel in Menschengestalt und spricht mit mir; manchmal vernehme ich aber Töne, wie von einer Schelle oder Glocke, da wird es mir sehr arg; wenn er mich dann verläßt, habe ich aufgenommen, was er mir geoffenbart.« 53 (1190)

Manche Offenbarungen seien ihm aber auch im Traume übermittelt worden, denn Mohammed pflegte öfter zu sagen: »Der Traum eines Pro¬pheten ist Offenbarung.«54 (AG, Die Krankheit des Propheten)

 

 

Der Augenzeuge Zaid Ibn Tabit berichtete: »Wenn die Offenbarung zu dem Propheten herabkam, ward er sehr schwer; einst fiel sein Schenkel auf den meinigen, und bei Gott, es gibt keinen so schweren Schenkel, wie der des Gesandten Gottes war.

Zuweilen ward ihm eine Offenbarung, wenn er sich auf seinem Kamele befand, da zitterte es, daß man glaubte, es würde zusammenbrechen und gewöhnlich kniete es nieder.

[...] So oft der Prophet eine Offenba¬rung erhielt, glaubte man, seine Seele würde ihm genommen, da hatte er immer eine Art Ohnmacht und sah wie ein Betrunkener aus.«55 (AG, Die Krankheit des Propheten).

 

 

Abdel-Samad schreibt in seinem von dem Freiburger Islamwissenschaftler Ourghi rezensierten Buch „Mohamed Eine Abrechnung“ zu den Symptomen einer Epilepsie bei Mohammed:

 

 

Eine andere Erzählung aus seiner Jugend bestä-tigt, er sei plötzlich und ohne Grund auf den Boden vor der Kaaba gefallen. Seine Augen verdrehten sich und starrten auf den Himmel. Er rief nach seinem Onkel und bat ihn, seinen Schambereich zu bedecken.98

 

 

Auch der Islamwissenschaftler Tilman Nagel listet eine Reihe von In-dizien auf, die auf eine Erkrankung Mohameds hinweisen:

 

 

Erscheinungsformen eines Anfalls wie Schweißausbruch, Be¬nommenheit, Erschöpfung.

Der unter Pseudonym schreibende türkische Arzt Dede Kor-kut listet in seinem Buch »Life Alert: The Medical Case of Muhammad« eine Reihe von Symptomen auf, die Mohamed hatte und die sich auch bei TLE-Patienten wiederfinden.

Das Hören von Glockenklang ist für ihn ein deutlicher Hinweis auf Mohameds Erkrankung.

Über Mohamed wissen wir, dass er Glockenklang und Musik hasste. In einem Hadith sagt er: »Eine Karawane wird von den Engeln nicht begleitet, wenn ein Hund oder eine Glocke dabei ist.01 In einem anderen Hadith äußert er: »Die Glocke ist die Flöte des Teufels.«1°2 Möglicherweise löste das Läuten einer Glo¬cke Anfälle bei ihm aus.


Abbas Sadeghian ist ein iranisch-stämmiger Neuropsycholo-ge, der über lange Erfahrung in der Behandlung von TLE-Patienten verfügt. Auch er bestätigt in seinem Buch »Sword and Seizure: Muhammad's Epilepsy and the Creation of Islam« die Diagnose Temporallappenepilepsie. Für ihn gel-ten das Hören von Glockenklängen und die visuellen Halluzi¬nationen als klare Indizien. Darüber hinaus sieht Sadeghian bei Mohamed Anzeichen für Verhaltensstörungen, Paranoia und Narzissmus.


Zum gleichen Ergebnis kommt der iranische Schriftsteller Ali Sina in seinem Buch »Understanding Mu-hammad«.

Der türkische Arzt Korkut listet eine Reihe wei¬terer Verhaltensstörungen auf, die mit einer Temporallappenepilepsie (TLE) verbunden sind und bei Mohamed auffielen: Emotionalität, Euphorie, Wut, Aggressionen, Schuldgefühle, Depressionen und Suizidgedanken, Hypermoralismus, wechselhafte sexuelle Energie, Hypersexualität, Hypergraphie bzw. Schreibzwang, Para-noia.

Mohammeds betrachtete sich selbst als besessen (ähnlich wie im NT Epileptiker als besessen galten)

Die hier genannten (fettmarkierten) Begleitsymptome wie Ohnmacht/ Dämmerzustand, Zittern, Schaum im Gesicht, Ängste, Gesichtsblässe, Muskeltonusverlust und das Aussehen eines Betrunkenen sprechen klar für eine epileptoide Genese der vermeintlichen Offenbarungen Mohammeds im Temporallappen. Deren Symptome sind:

Auren (80-90%): epigastrisch, psychisch (u. a. affektiv (Angst), dysmnestisch)

weitere iktale Symptome: Verharren, starrer Blick, frühe orale und ipsilaterale manuelle Automatismen, kontralaterale Tonisierung/Dystonie; Reaktivität kann bei rechtsseitigem Anfallsursprung erhalten sein

postiktal: lange Reorientierungsphase, Aphasie bei Einbeziehung der sprach¬dominanten Hemisphäre

Anfälle des lateralen Temporallappens: häufiger auditive Halluzinationen/Illusionen, visuelle Halluzinationen, Spracharrest (dominante Hemisphäre); meist Propagation nach mesiotemporal (Neurologie compact, 2006, S. 219)


Der iranische Neuropsychologe Abbas Sadeghian belegt ausführlichen die Symptome einer Temporallappenepilespie Mohammeds in seinem Buch „Sword and Seizure. Muhammad’s Epilepsy & Creation of Islam“. Dies waren olfaktorische Halluzinationen, Schwitzen, optische und akustische Halluzinationen, motorische Anfallsäquivalente, tonisches Verdrehen der Augen, Hyperreligiosität und sexuelle Verhaltenstörungen (Sword and Seizure. Muhammad’s Epilepsy & Creation of Islam, 69-101)


Gerade die nach seinen Visonen und Anfällen kurzzeitig und anfallsartig als „Offenbarung“ fehlgedeuteten kommentierenden Stimmen, die sein z.T. pathologisches Verhalten gegenüber anderen Menschen rechtfertigend kommentierten, sind – wie auch die offensichtlichen völlig subjektiven Himmels-Höllen-Visionen, Hinweise auf Anfälle des lateralen Temporallappens.


Auch seine Suizidabsichten – die niemals bei mystischen Erfahrungen (wie den Nahtoderlebnissen) berichtet werden, treten gehäuft bei epileptischen Anfällen auf (Komorbidität bei Epilepsie. Psychische Störungen zu wenig beachtet? Tellez-Zenteno JF, Patten SB, Jette N, Williams J, Wiebe S. Psychiatric comorbidity in epilepsy: A population based analysis. Epilepsia 2007;48:2336-44 Info NP 4/2008,32).

Bei Mohammeds epileptischen Anfällen wird es sich also um eine (possible) temporal lobe epilepsy (P)TLE gehandelt haben, da es in bei dieser Epilepsieform ähnlich wie bei einer Nahtoderfahrunge (NDE) immer wieder auch (mit jeder Entladung) zu kurzen religiösen Erlebnissen und Klanghalluzinationen kommt:


Für eine epileptoide Entladung bestimmter Hirnareale beim NDE spricht dabei die Tatsache, daß es in der epileptischen Aura neben einer Hypermnesie zuweilen wie beim NDE zu einer gesteigerten Bewußtseinshelle und intensiven Eindringlichkeit der nicht selten schreckerregenden „inneren" Szenarien kommt. Auch die anfallsartige Plötzlichkeit und kurze Dauer der NDEs und spontaner OBEs sprechen für eine Art epileptoider Entladung, die zu einer sehr schnellen Entwicklung von Bildern/Halluzinationen führt (SCHMIDT‑DEGENHARD 1992, SCHRÖTER‑KUNHARDT 1993).

Auch andere NDE‑Qualitäten wie „... dreamy states, vivid auditory or visual hallucinations, intense personal meaning, affect, feelings of vibrations,. .. sudden insight. .." (PERSINGER & MAKAREC 1993, S. 33) sind durch künstliche oder spontane elektrische Entladungen der Temporallappen induzierbar. Dabei werden solche Erlebnisse wie die NDEs „with significant personal or cosmic significance that has a powerful impact upon subsequent behavior, attitudes, and beliefs. .." (PERSINGER & MAKAREC 1993, S. 33) erlebt; diese Veränderungen beziehen ‑eben wie die NDEs ‑ das ganze Selbst-Gefühl der Person ein und können sehr lange anhalten.

… treten musikalische Halluzinationen besonders bei Tumoren des Temporallappens und bei temporalen epileptischen Foki auf.

Die elektrische Stimulation des Temporallappens führt auch zu gesteigerten Sinneswahrnehmungen, wie sie typisch für das NDE sind (aus: Michael Schröter Kunhardt, Nah- Todeserfahrungen aus psychiatrisch neurologischer Sicht. In: Soeffner H-G, Knoblauch H (Hrsg.), Todesnähe: Interdisziplinäre Zugänge zu einem außergewöhnlichen Phänomen. Universitätsverlag Konstanz, Konstanz 1999, S. 65-99).


Tatsächlich waren Mohammeds Offenbarungen entweder ein Hören von Stimmen oder ein an eine Nahtoderfahrung erinnerndes Erlebnis:


Muhammad's accounts of his frequent encounters with the angel Gabriel give us some important clues into the nature of his condition. When asked how he received these visions, Muhammad replied that they came to him in two ways. The first was as one man talking to another. This, he said, was not difficult to tolerate. However, the revelations sometimes descended in much more disturbing ways. At these times, Muhammad reported hearing the sound of a bell "until it melted into my heart" and feeling as though the life was coming out of him. He never went through this experience, he said, without feeling that he was about to die.


Narrated Aysha: Al-Harith bin Hisham asked Allah's Apostle."0 Allah's Apostle! How is the divine inspiration revealed to you?" Allah's Apostle replied, "Sometimes it is [revealed] like the ringing of a bell; this form of inspiration is the hardest of all, and then this state passes after I have grasped what is inspired.Sometimes the Angel comes in the form of a man and talkst o me, and I grasp whatever he says." (Al-Bukhari, 1: bk. 1, n. 2)


Mohammeds Überzeugung, hier wichtigste religiöse Offenbarungen empfangen zu haben, wird bei Temporallappenepilepsien und den (folgenden) schizophreniformen Psychosen, die sich bei Mohammed in persistierenden akustischen Halluzinationen zeigten, immer wieder beobachtet:


Schließlich werden bei TLEs und bei schizophreniformen Psychosen i. R. von TLEs auch religiöse Inhalte und religiöse Konversionen beobachtet (WAXMAN& GESCHWIND 1974, 1975, DEWHURST & BEARD 1970).

So beschrieb HOWDEN schon 1872 ein sehr an ein NDE erinnerndes Konversionserlebnis nach einem Krampfanfall:

The patient believed that he was in Heaven. He would appear to have been depersonalized, as it took three days for his Body to be reunited with his soul. `He maintained that God had sent it to him as a means of conversion, that he was now a new man, and had never before known what true peace was. .. He assured me that he was a converted man and that he was convinced he would have no more fits' (DEWHUR$T & BEARD 1970, S. 497).

Bei den schizophrenieähnli¬chen Formen, die zu den Epilepsiepsychosen ohne Bewusstseinsstörun¬gen gehören und in der Literatur übereinstimmend mit der Temporal¬lappenepilepsie assoziiert werden, treten gehäuft Wahnphänomene mit mystisch-religiösen Inhalten auf, auch in Verbindung mit optischen, akustischen und olfaktorischen Halluzinationen.


Ein ähnliches Beispiel für epileptisch ausgelöste religiöse Erfahrungen könnte die katholische Heilige TERESA VON AVILA sein.

Diese war im Alter von 24 Jahren vier Tage lang bewußtlos; als sie wieder zu sich kam, wies sie einen Zungenbiß, Gelenkschäden und schwere Quetschungen auf. Später kam es dann zu akustischen Halluzinationen in Form von Akoasmen und Vogelstimmen, die sie selbst durch geheiligtes Wasser zum Verschwinden brachte.


Für den spanischen Neurologe ESTEBAN GARCIA ALBEA litt TERESA VON AVILA somit an einer `ekstatischen Epilepsie', die überwiegend angenehme Erfahrungen beinhaltete, die sehr an positive und auch an (in diesem Fall ebenfalls positiv erlebte) negative NDEs erinnern:

Wie die Karmeliterin in ihren Büchern beschreibt, werden die Visionen von „einem sehr hellen Licht" eingeleitet. Dem folgen Halluzinationen von Seelen in blühenden Gärten, in denen Vögel singen und Engel musizieren. Auch von mit ... Feuer umgebenen Speeren wurde Theresia durchbohrt. Körperliche Schmerzen und Krämpfe unterlagen einem Gefühl der Wonne, das sich nach den Anfällen einstellte, wie wenn die Seele „in sich gekehrt ist`; ja sie führten sogar zu dem Verlangen, „immer an diesem Schmerz zu leiden" (Arzte Zeitung vom 30.5.1996,17) (aus: Michael Schröter Kunhardt, Nah Todeserfahrungen aus psychiatrisch neurologischer Sicht. In: Soeffner H-G, Knoblauch H (Hrsg.), Todesnähe: Interdisziplinäre Zugänge zu einem außergewöhnlichen Phänomen. Universitätsverlag Konstanz, Konstanz 1999, S. 65-99).


Der SPIEGEL spricht im Zusammenhang mit den religiösen Erfahrungen bei Schläfenlappenepilepsien sogar von einem Gottmodul:


Hotlinne zum Himmel

Warum beten Menschen Götter an? Bisher grübelten die Kulturforscher über diese Frage nach. Nun bekommen sie Unterstützung von Hirnforschern, die im Geflecht der grauen Zellen den Ursprung der Religion finden wollen. Schon steht eine bestimmte Hirnregion als Sitz Gottes unter Verdacht.


Ein paar Elektroden, einen Monitor, ein Strommessgerät: Mehr benötigte Vilayanur Ramachandran nicht, um Gott auf die Schliche zu kommen. Den Weg wies ihm einer seiner Patienten, dessen Namen er mit Paul angibt.

Paul war 32 Jahre alt, als er erstmals in Ramachandrans Labor an der University of California in San Diego auftauchte, und er hatte sein Leben Gott verschrieben. Er arbeitete als stellvertretender Leiter eines Heilsarmeebüros, sein auffälligstes Merkmal war das wuchtige, juwelenbesetzte Kreuz, das an einer Goldkette um seinen Hals hing. Majestätisch, ohne jeden Anflug von Unsicherheit, schritt er in Ramachandrans Büro und begann von seinen Erleuchtungen zu reden.


Bald dämmerte dem Neurologen, warum ihm Pauls Verhalten so vertraut vorkam: Selbstbewusst war dieser befremdliche Patient, arrogant und überheblich, für Humor fehlte ihm jeder Sinn, sein Interesse galt fast ausschließlich der Religion genau so wird in den Neurologie Lehrbüchern eine „Schläfenlappen¬persönlichkeit" be¬schrieben.


Tatsächlich stellte Ramachandran fest, dass Pauls Hirn genau hinter der Schläfe regelmäßig von elektrischen Stürmen heimgesucht wurde Anfällen, die der Patient jedoch als Momente großer Erleuchtung erlebte. „Das erste Mal passierte es, da war ich acht", erzählte ihm Paul. Schon damals habe ihn ein „helles Licht" in seinen Bann gezogen.

Wenige Jahre später folgten weitere epileptische Anfälle, die Pauls Leben grundlegend veränderten. „Alles lag kristallklar vor mir", berichtet er voller Eifer. „Es gab nicht den geringsten Zweifel." Verzückung, reine Anschauung des Göttlichen, nur Einssein mit dem Schöpfer vergebens versuchte er, sein beglückendes Gefühl in Worte zu fassen: „Das können Sie nicht verstehen", erklärte er schließlich, „genauso gut könnte ich versuchen, einem Kind die Wonnen des Sex zu erklären."

Nun sind von religiösen Visionen Besessene keine Seltenheit. Manch einer erzählt von „göttlichem Licht", von „letzten Wahrheiten", von plötzlichen „Einblicken ins wahre Wesen des Kosmos". Ramachandran hätte Pauls großspurige Reden also als bloße Vernarrtheit abtun und ihm schlicht Antiepileptika verschreiben können.

Doch die Forscher Neugier des Arztes war geweckt: Konnte ihm Paul helfen zu verstehen, was Menschen ans Übersinnliche glauben lässt? Warum, so fragte er sich, reagieren gerade Schläfenlappenepileptiker so stark auf religiöse Reize? Und warum betreffen ihre Visionen stets das Übersinnliche? Warum sehen sie nicht Schweine oder Esel?

Zwei Ursachen von Pauls Verzückung schienen Ramachandran denkbar: Entweder die Anfälle erzeugten einen allgemeinen Erregungszustand, den Paul als so überwältigend empfand, dass er ihn mystisch deutete. Oder aber die epileptischen Anfälle flackerten auf in einer Art „Gott Modul", einem eigens für das Wahrnehmen des Übersinnlichen verdrahteten Nervenschaltkreis.

Um zu testen, welche dieser Erklärungen richtig sei, begann Ramachandran seine Strommessungen: Er zeigte seinem Patienten Bilder, die bei den meisten Menschen emotionale Reaktionen auslösen Bilder von zerfleischten Menschen oder Pin up Fotos hübscher Mädchen. Doch die Leitfähigkeit von Pauls Haut untrüglicher Indikator für emotionale Erregung änderte sich wenig: Ganz offensichtlich war dieser Patient nicht durch alles leicht in Erregung zu versetzen.

Erst als der Arzt ihm Bilder des Gekreuzigten und andere religiöse Symbole zeigte, schlug das Messgerät plötzlich heftig aus. Zeigte sich hier die Wirkung jenes Gott Moduls, das Ramachandran in den Schläfenlappen vermutet? „Haben wir jetzt eine Hotline zum Himmel?", grübelte er. Womöglich werde man irgendwann sogar auf Gene stoßen, denen die Evolution eigens die Funktion gegeben hat, Gott sehen zu können.

Systematische Untersuchungen zu dieser Frage gibt es bisher kaum. Deshalb müssen sich die Verfechter des Konzepts der „hyperreligiösen Schläfenlappenpersönlichkeit" auf Beschreibungen von Einzelfällen stützen, wie sie zahlreich durch die neurologische Literatur spuken: den Fall des sechsjährigen epileptischen Jungen etwa, der aus Angst vor den Qualen der Hölle krank wurde; denjenigen des Siebenjährigen, der siebenmal wöchentlich in der Kirche für die Seelen seiner Familie betete; oder den der Frau, die auf ihren Spaziergängen von Fabelwesen begleitet wurde.

Als bedeutendster Zeuge für die These vom Gott Modul im Schläfenlappen muss der hirnkranke Schriftsteller Fjodor Dostojewski herhalten. In verschiedenen Werken verarbeitet er seine Epilepsie. So sagt er über den Anfall der Hauptfigur in dem Roman „Der Idiot": „Verstand und Herz waren von einem ungewöhnlichen Licht durchleuchtet, all seine Aufregungen, all seine Zweifel, all seine Beunruhigungen mit einem Schlag besänftigt, in eine höhere Ruhe voll klarer, harmonischer Freude und Hoffnung, voll Verstand und Einsicht in die letzten Gründe der Dinge aufgelöst."

... (1036) (aus: Schröter-Kunhardt, Publikationsentwurf zum Thema Nahtoderfahrungen)


Tatsächlich ist das alles aus der Epilepsieforschung bekannt:


Generell werden besonders Temporallappen-Epilepsien als Ursache religiöser Erfahrungen und Konversionen diskutiert (730; 733; 734), wobei es sich zwar insgesamt um ein seltenes, bei TLEs jedoch anscheinend gehäuft auftretendes Phänomen handelt (734,497).


Tatsächlich gelten religiöse Veränderungen auch in der Klinik - und damit bei wissenschaftlich genauer Beobachtung und Dokumentation - als mögliche Symptome einer TLE (730,629; 733,1580.1583) bzw. Ausdruck interiktaler (spike-)Entladungen in der Temporalregion (733,1585-1586; 754,412-425.436). Dabei wird bei einem vorliegenden linksseitigen Herd möglicherweise die Kontrolle der korrelierenden rechten Temporalregion aufgehoben (536,264), womit wiederum der rechten Temporalregion eine besondere Bedeutung zukäme … (aus: Schröter-Kunhardt, Publikationsentwurf zum Thema Nahtoderfahrungen)


An Mohammed erinnert dabei folgender Fall:


In einem … Fall wachte ein Patient mit einer mehr links- als rechtsseitig lokalisierten TLE direkt nach einem großen Krampfanfall (mit Zungenbiß, Harnabgang und Schaum vor dem Mund) mit einem äußerst angenehmen Gefühl auf. Er fühlte sich völlig entspannt, glaubte seinen Platz im Leben gefunden zu haben und von Gott erwählt zu sein. Die größte Macht war für diesen vorher nicht religiösen Mann die Liebe Gottes; er wollte jetzt gar die Richtigkeit der Bibel beweisen. Danach kam es jedoch noch zu einer depressiven und später wohl auch zu einer wahnhaften Episode (734,501-502) (aus: Schröter-Kunhardt, Publikationsentwurf zum Thema Nahtoderfahrungen)

Für eine Temporallappenepilepsie Mohammeds spricht auch die Beobachtung, daß es nach größeren Anfällen immer wieder zu kurzen Visionen kommen kann:


Auch Stunden bis Tage nach einem epileptischen Anfall mit Hinweisen auf einen links-temporalen Herd können religiöse Erlebnisse auftreten. Die ekstatisch-positiven Gefühle i.R. von Temporallappenepilepsien können also nicht nur Auren (1027,472-473), sondern auch interiktal auftretende Phänomene sein (754,420. 422.425.436-437) (aus: Schröter-Kunhardt, Publikationsentwurf zum Thema Nahtoderfahrungen)


Wie bei Mohammed gehen (possible)Temporallappenepilepsien nicht nur mit einer verstärkten Religiosität, sondern auch mit Psychosen einher:


Ein Patient mit einer mehr links- als rechtsseitig lokalisierten TLE wachte beispielsweise direkt nach einem großen Krampfanfall (aus Zugenbiß, Harnabgang und Schaum vor dem Mund) mit einem äußerst angenehmen Gefühl auf. Er fühlte sich völlig entspannt, glaubte seinen Platz im Leben gefunden zu haben und von Gott erwählt zu sein. Die größte Macht war für diesen vorher nicht religiösen Mann die Liebe Gottes; er wollte jetzt gar die Richtigkeit der Bibel beweisen. Danach kam es jedoch noch zu einer depressiven und später wohl auch zu einer wahnhaften Episode (734,501-502) (aus: Schröter-Kunhardt, Publikationsentwurf zum Thema Nahtoderfahrungen)


Beard wiederum fand bei 26 von 69 Patienten mit (P)TLE-assoziierten Psychosen, von denen nur acht vor ihrer Erkrankung religiöse Interessen hatten, eine Hinwendung zur Religion; sechs davon hatten gar ein Konversionserlebnis (734,498; 754,436).


Auch werden Konversionen zu (extrem-)religiösen Überzeugungen bis hin zu Tötungen Un-oder Andersgläubiger (wie von Mohammed ausgeführt) manchmal nach Temporallappenepilepsien beschrieben:

In einem seiner provokanten Aufsätze, veröffentlicht im Standardwerk «Neurotheologie: Gehirn, Wissenschaft, Spiritualität und religiöse Erfahrung» von Rhawn Joseph, erläutert Michael Persinger eindrücklich die möglichen Folgen religiöser Überzeugung: «Etwa sieben Prozent der für die Psychologieklasse eingeschriebenen erstsemestrigen Universitätsstudenten bejahten in einer Umfrage die Aussage ‹Wenn Gott es mir befähle, würde ich in seinem Namen töten›.» Gemäss Persinger stieg der Anteil der zur äussersten Gewaltanwendung bereiten Männer auf fünfundzwanzig Prozent unter denen, die regelmässig eine Kirche, Synagoge, Moschee oder eine andere religiöse Institution besuchen. Und eigene religiöse Grenzerfahrungen scheinen die Gläubigen weiter zu radikalisieren: «Etwa fünfzig Prozent der Männer, die oft eine Kirche besuchten, die von religiösen Erfahrungen berichteten und die Anzeichen einer erhöhten Schläfenlappen-Aktivität zeigten, gaben an, sie würden im Namen Gottes töten.» (1098) (aus: Schröter-Kunhardt, Publikationsentwurf zum Thema Nahtoderfahrungen)


Somit können sogar starke – und wohl besonders pathologische – religiöse Auffassungen Ausdruck einer psychischen Störung bei (possible)Temporallappenepilepsie sein, was bei den weiter oben beschriebenen körperlichen Anfallsäquivalenten Mohammeds sicher der Fall war.


Im Rahmen seiner epileptoiden Entladungen im Schläfenlappen kam es bei Mohammed auch zum einen zu z.T. quälenden und damit psychotischen religiösen Halluzinationen, die ihn depressiv und suizidal werden liessen – und zum Lautwerden eigener Gedanken, die Mohammed fatalerweise für Offanbarungen eines Gottes namens Allah hielt.


Dazu folgen nun in mehreren Abschnitten Auszüge aus dem wissenschaftlich qualifizierten (s.o.) Buch von Abdel-Samad.Mohamed Eine Abrechnung sowie dem Buch von Tilman Nagel, Angst vor Allah? =1190.


Zuerst werden die quälenden, gewalttätigen (Tilman Nagel, Mohammed Zwanzig Kapitel über den Propheten der Muslime, S. 41-43) und Mohammed psychisch depressiv und suizidal und damit krank-machenden und damit Psychose-typischen Visionen in den beiden o.g. Büchern wie folgt beschrieben:

Der ausführlichste Bericht befindet sich in der Biographie Ibn Ishaqs. »Ich schlief«, so wird Mohammed do rt zitiert, »als der Engel mit einem beschriebenen Seidentuch zu mir kam und sprach: >Trag vor!< Ich ant­wortete: >Ich trage nicht vor!< Darauf drückte er mich in das Tuch, daß ich glaubte, sterben zu müssen. Dann ließ er mich los und sprach erneut:> Trag vor!< Ich antwortete: >Ich trage nicht vor!<, und wieder drückte er mich in das Tuch, daß ich glaubte sterben zu müssen. Dann ließ er mich los und sprach zum vierten Male: >Trag vor!< Ich antwortete: >Was soll ich vortragen?< - und ich sagte dies nur aus Angst, er werde mich wieder so fürchterlich bedrängen. Daraufhin sprach er: >Trag vor im Namen deines Herrn, der erschuf! Erschuf den Menschen aus geronnenem Blut! Trag vor, dein Herr ist geehrt wie kein anderer! Er, der durch das Schreibrohr gelehrt, gelehrt hat den Menschen, was zuvor nicht gehört! Also trug ich es vor. Er ließ ab und verschwand, ich aber erwachte aus meinem Schlaf, und es war mir, als wären mir diese Wort fest in mein Herz geschrieben.« (1190 AG)


Im Alter von vierzig Jahren stürzte Mohamed in eine Sinnkrise. Er gab seinen Beruf als Karawanenhändler auf, zog sich von den Menschen zurück und meditierte in einer Höhle am Berg Hiraa'.

Laut Ibn Ishäq schlief Mohamed in der Höhle, als ein Mann zu ihm kam, sich ihn zur Brust nahm, ihn würgte und ihm befahl: »Lies vor!« Mohamed ent¬gegnete: »Ich kann nicht lesen.« Diese Äußerung wird als Beweis gewertet, dass Mohamed tatsächlich Analphabet war. Doch der Satz könnte auch bedeuten: »Was soll ich lesen?«


Der Mann packte Mohamed erneut und wiederholte noch zweimal: »Lies vor!« Nachdem Mohamed dazu nicht in der Lage war, las der Mann die erste Sure des Koran: »Lies im Namen deines Herrn. Er erschuf den Menschen aus einem Blutklumpen. Lies; denn dein Herr ist allgütig, der mit dem Schreibrohr lehrt, lehrt den Menschen, was er nicht wusste.« Am Anfang von Sure 96 wird die Güte Allahs offenbart, Gott zu folgen verheißt Heimkehr, das Beschreiten des rechten Weges. Am Ende aber heißt es: »Hast du den gesehen, der ungläubig ist und sich abwendet? Weiß er nicht, dass Allah ihn sieht?« Er werde die Höllenwächter herbeirufen, um die Ungläubigen zu bestrafen.

Mohamed kam aus der Höhle zurück und zitterte unter einer Decke in den Armen seiner Frau Khadidscha.


Nachdem Mohammed die Höhle verlassen hatte und bis auf die Mitte des Berges gegangen war, hörte er eine Stimme aus dem Himmel, die rief »Mohammed, du bist der Gesandte Gottes, und ich bin Gabriel!« Der Prophet erkannte den Erzengel in der Gestalt eines Mannes, der laut rief »Mohammed, du bist der Gesandte Gottes, und ich bin Gabriel!« (1190 AG)

Einer Textvariante, die auf den bedeutenden Historiker at-Tabari (838-923) zurückgeht, ist zu entnehmen, dass Mohammed nach der ers­ten Begegnung mit dem Erzengel Gabriel so depressiv geworden sei, dass er sein Leben beenden und sich von einer Bergklippe in den Tod stür­zen wollte.

Nur der nochmalige Ruf des Engels: »Mohammed, ich bin Gabriel und du bist der Gesandte Gottes!« hielt ihn davon ab." Weitere Visionen, mit denen Mohammed rechnete, blieben zunächst für längere Zeit aus, die Angst von Dämonen besessen zu sein, kehrte daher zurück. (1190 AG)

Biblische Quellen des Korans und Mohammeds „Offenbarungen“

 

 

Dann kam es zu einer den mittelalterlichen Nahtoderfahrungen ähnelnden halluzinierten (idiosynkratischen) Himmel-Höllen-Vision, die Mohammed ähnlich wie Nahtoderlebende im katholischen Mittelalter und auch heute noch richtig als Hinweis für ein Leben nach dem Tod verstand, was in seiner diesbezüglich ungläubigen arabischen Umgebung neu war (Tilman Nagel, Zwanzig Kapitel über den Propheten der Muslime, S. 50-51).

 

 

Ähnlich wie mittelalterliche und nicht wenige moderne Nahtoderlebende hielt Mohammed seine Erlebnisse aber auch fälschlicherweise - und in seinem Fall in für die Menschheitsgeschichte durch die folgenden millionenfache Morde im Zuge der islamisch motivierten Eroberungskriege tragischerweise - für eine Fotographie des Jenseits und sich deswegen für den letzten Propheten:

 

 

.„Sure 17 des Koran beginnt mit einem kurzen Bericht über die nächtliche Himmelsreise, die am Sonnabend, dem 17.Ramadan, achtzehn Monate vor der Hedschra, stattgefunden haben soll. »Lob und Preis sei ihm, der seinen Diener zur Nachtreise vom Heiligen Tempel zu Mekka zum fernen Tempel [im Himmel] geführt hat. Diese Reise haben wir gesegnet, damit wir ihm unsere Zeichen zeigen.« (17,2)

Mohammed befand sich in Begleitung des Erzengels Gabriel; er hatte … dem Propheten eine geflügelte Stute mit Frauenkopf und Pfauenschwanz zugeführt … Buraq mit Namen, das »seine Hufe so weit setzt, wie sein Auge reicht«

Darauf wurden drei Becher gebracht, einer mit Milch, der andere mit Wein, der dritte mit Wasser gefüllt. Darauf sagte der Gesandte Gottes: »Ich hörte, als die Becher vor mich hingestellt wurden, jemanden sagen: nimmt er das Wasser, werden er und sein Volk untergehen; nimmt er den Wein, werden er und sein Volk in die Irre gehen; nimmt er jedoch die Milch, so werden er und sein Volk rechtgeleitet werden. Da nahm ich den Becher mit Milch und trank daraus. Gabriel sagte darauf zu mir: Du wirst rechtgeleitet und mit dir dein Volk, Mohammed!«

Motive aus dem alten Testament werden halluziniert verändert

Nach dem kollegialen Empfang durch die versammelten Prophe¬ten und gemeinsam gesprochenen Gebeten, »wurde mir«, bestätigte Mohammed, »eine Leiter gebracht, wie ich nie eine schönere gesehen habe. Es war die, auf welche die Toten bei der Auferstehung ihre Blicke richten. Mein Freund ließ mich aufsteigen, bis wir zu einem der Him¬melstore kamen, welches das Tor der Wache heißt. Zwölftausend Engel hielten dort Wache.«

Im untersten Himmel begegneten sie Adam, dem die Seelen der Menschen vorgeführt wurden, in den folgenden trafen sie Jesus und Johannes den Täufer, dann Josef, Henoch, Aaron und Moses. Im siebten Himmel stand Mohammed vor Allah; er verpflichtete ihn und seine Anhänger täglich fünfzigmal zu beten.

Als Mohammed auf dem Rückweg noch einmal bei Moses vorbeikam, fragte er, wieviele Gebete ihm denn auf-erlegt worden seien. Er antwortete, fünfzig Gebete jeden Tag. Darauf soll Moses gesagt haben: »Das Gebet ist schwer, und deine Gemeinde ist schwach; kehr um zu deinem Herrn und bitte ihn um Erleichterung für dich und deine Gemeinde.«

Tatsächlich hatte ihm Allah zunächst zehn Gebete erlassen, Moses schien das Deputat noch immer zu hoch. Nach weiteren Verhandlungen wurden schließlich fünf Gebete täglich vereinbart. Als Moses auch dies nicht genügte, entgegnete Mohammed; »Ich bin [mehrmals] zu meinem Herrn zurückgekehrt und habe ihm die Bitte vorgetragen, bis ich mich nun jedoch schäme und es nicht erneut tun werde. Wer von euch sie voll Glaube und Hoffnung verrichtet, der erlangt dafür den gleichen Lohn wie für fünfzig vorgeschriebene Gebete.«


Noch deutlicher wird der halluzinative Charakter der Mohammed-Visionen in seinen Höllenfantasien:


Die zweite Sure des Koran kam zu ihm als eine Aufforderung, seine Decke beiseitezulegen, sich zu erheben und die Mekkaner zu war¬nen.

Hier wird die Hölle erwähnt, die nichts verschont und nichts übriglässt. An deren Türen stehen 19 Wächter (Sure 74). Im Laufe der Offenbarung werden die Hölle und deren Qualen über 400-mal erwähnt. In keinem anderen reli¬giösen Buch werden die Szenen der Verbrennung von Un¬gläubigen so ausführlich und leidenschaftlich beschrieben wie im Koran.