Nahtodforschung Deutschland - Religiöse Erfahrungen und die Psycho(patho)logie der Religionen


 


 
 

 
 
 
 
 
 
 
 
M.Schröter-Kunhardt
Facharzt für Psychiatrie
Suchtmedizinische Grundversorgung
 


Als Facharzt für Psychiatrie habe ich vor über zwanzig Jahren begonnnen, die Nahtodforschung in Deutschland aufzubauen. Gleich zu Beginn (1990) wurden meine ersten beiden Publikationen über Nahtod-Erfahrungen mit Preisen ausgezeichnet: 

a) Die Arbeit „Erfahrungen Sterbender während des klinischen Todes – eine Brücke zwischen Medizin und Religion“ erhielt den zweiten Preis beim 17. Wettbewerb der Zeitschrift für Allgemeinmedizin 
b) Die Arbeit "New Facts and Proposals on N.D.E. and survival" errang den International Award Gastone De Boni der italienischen Parapsychologen.

Mit der größten deutschen Fallsammlung und 28 Publikationen über Nah-Toderfahrungen (near-death experiences bzw. NDEs), ca. einhundert Vorträgen an Universitäten, Kliniken, Bildungseinrichtungen und Kirchen, aber auch auf psychiatrischen Weltkonkressen und dem Kongreß für neurologische Intensivmedizin leite ich informell seit Jahren die deutsche Nahtodforschung.
 
Auf dieser Homepage finden Sie meine Forschungsergebnisse unter den folgenden, weiter unten dann genauer ausgeführten Punkten
 
1) Ergebnisse der Nahtodforschung 

2) Folgende Texte/Veröffentlichungen
             a) einen Fragebogen zur Erfassung von Nahtod-Erfahrungen
             b) meine wichtigsten Publikationen, auf die sich die folgenden Texte beziehen s. VII
             c) die Magisterarbeit einer Psychologin der Univsersität Salzburg, in der 200 meiner                      NDE-Fälle bezüglich ihrer Auswirkungen untersucht wurden

3) meine Vortragstermine erhalten Sie auf persönliche Anfrage

4) links zu den von mir wissenschaftlich betreuten bzw. kommentierten Fernseh-Sachfilmen über Nah-Todeserfahrungen. Auf Wunsch können Sie auch eine DVD mit einigen der (von mir wissenschaftlich betreuten) NDE-Fernsehsachfilme erhalten.  

5) Meine insgesamt 29 Publikationen über Nahtoderfahrungen, von denen einige über den link "ndelieMAIL"  unter Punkt 2 (s.u.) herunterladbar sind, lauten

PUBLIKATIONEN VON M.SCHRÖTER-KUNHARDT
 
            Erfahrungen Sterbender während des klinischen Todes: Eine            Brücke zwischen Medizin und Religion. Zeitschrift für            Allgemeinmedizin 66/1990, 1014-1021 
           Nuovi fatti e proposte sulle esperienze di 'quasi-morte' e la            sopravvivenza. luce e ombra: Rivista Trimestrale Di            Parapsicologia E Dei Problemi Connessi 3/1991, 213-227 
            An der Schwelle des Todes: Berichte Überlebender wahr?            Ärztliche Praxis: Die Zeitung des Arztes in Klinik und Praxis            vom 15.10.1991, S.17 
           Nah-Todeserfahrungen oder: Ein neues anthropologisches            Paradigma. TW Neurologie Psychiatrie 6/1992, 621-622 
            Das Jenseits in uns. Psychologie Heute 6/1993, 64-69 
            Erfahrungen Sterbender während des klinischen Todes. In:            R.Schwarz/S.Zettl (Hrsg.), Praxis der psychosozialen            Onkologie: Versorgungsangebote für Klinik, Praxis und häusliche            Pflege. Verlag für Medizin Dr.E.Fischer, Heidelberg 1993, 539-543 
            A Review Of Near-Death Experiences.            Journal of Scientific Exploration, Vol.7, No.3, 1993, 219-239 
            Mögliche neurophysiologische Korrelate von Nah-Todeserfahrungen. In:            A.Dittrich/A.Hofmann/H.Leuner (Hrsg.), Welten des            Bewußtseins, Bd.2. VWB-Verlag für Wissenschaft und            Bildung, Berlin 1993, S.57-75 
            Erfahrungen Sterbender während des klinischen Todes.            TW Neurologie Psychiatrie 9/1995,132-140 
            Blick in eine andere Welt            in: Nah-Todeserfahrungen: Rückkehr zum Leben. Flensburger            Hefte 51, IV 1995, S.29-47 
            Reinkarnationsglaube und Reinkarnationstherapie: Transpersonale            Fiktion. Transpersonale Psychologie und Psychotherapie 1/1996,            67-83) 
            Erfahrungen Sterbender während des klinischen Todes. In:            Knupp B, Stille W (Hrsg.), Sterben und Tod in der Medizin.            Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft mbH, Stuttgart 1996, 71-76) 
            Nah-Todeserfahrungen: Psychologisch-biologische Grundlage für den            Glauben an ein Leben nach dem Tod. In:            Petersen P, Majestät des Todes - Bewegung des Lebens. 3.                       Symposion für künstlerische Therapien. Kongreßband, Hannover            1997,93-117 
            Nah-Todeserfahrungen: Psychologisch-biologische Grundlagen und            Erklärungsansätze für ein Leben nach dem Tod. Ars Medici            15/1997,868-875 
            Nah-Todeserfahrungen aus psychiatrisch-neurologischer Sicht            in: Soeffner H-G, Knoblauch H (Hrsg.), Todesnähe: Interdisziplinäre            Zugänge zu einem außergewöhnlichen Phänomen. Universitätsverlag            Konstanz, Konstanz 1999 
            Todesnähe. Grenzgebiete der Wissenschaft 49(2000) 2, 186-190 
            Heautoskopie. Doppelgängerphänomene und seltene            Halluzinationen der eigenen Gestalt. Anmerkungen zum Beitrag von D. Arenz                        Nervenarzt (2001) 5: 376-379. Der Nervenarzt 3•2002, 298-299 
           Nah-Todeserfahrung – Grundlage neuer Sinnfindung. In:           Hermes A. Kick (Hg): Ethisches Handeln in den Grenzbereichen von Medizin und                          Psychologie. Mit Beiträgen von Axel W.Bauer, Uwe Bleyl, Dietrich von Engelhardt,                      Hermes Andreas Kick, Walter von Lucadou, Nossrat Peseschkian, Samuel Pfeiffer,                        Dietrich Ritschl, Heinz Scheurer, Wolfram Schmitt, Michael Schröter-Kunhardt, Alfred                  Simon, Reiner Wiehl. LIT VERLAG, Münster, 2002 
            Nah-Todeserfahrungen: empirisch-biologische Grundlage für den Glauben an ein Leben                  nach dem Tod. In:             Assmann J, Trauzettel R (Hrsg.): Tod, Jenseits und Identität. Verlag Karl Alber GmbH,                  Freiburg/München 2002 
            Different Kinds of NDE. Journal of Near-Death Studies 21/1, Fall 2002,59-64 
            Gehirn & Geist 3/2003,54-57: Licht am Ende des Tunnels. Streitgespräch zwischen              Professor Birbaumer und Michael Schröter-Kunhardt 
            Nah-Todeserfahrungen            in: Student, J-C: Sterben, Tod und Trauer: Handbuch für Begleitende. Herder-Verlag,                     Freiburg im Breisgau 2004 
             Nah-Todeserfahrungen: Letzte und existentielle Erfahrungen an der Grenze des Todes             in: Kessler, H: Auferstehung der Toten: Ein Hoffnungsentwurf im Blick heutiger                            Wissenschaften. Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 2004 
            Unterweltfahrten als „near-death experiences“: Ein Beitrag zur Deutung negativer Nah-                 Todeserlebnisse in: Herzog M (Hrsg.), Höllen-Fahrten: Geschichte und Aktualität eines                  Mythos. Kohlhammer GmbH Stuttgart 2006 
              Oneiroidales Erleben Bewusstloser IN:              Kammerer Thomas,Traumland Intensivstation: Veränderte Bewusstseinszustände und                     Koma: Interdisziplinäre Expeditionen. Books on Demand GmbH 2006 
            NEGATIVE NAH-TODESERFAHRUNGEN Gibt es eine Hölle? Grenzgebiete der            Wissenschaft 3/2006,195-246 
            Oneiroidales Erleben Bewusstloser            In: Kammerer Thomas,Traumland Intensivstation: Veränderte Bewusstseinszustände und                Koma: Interdisziplinäre Expeditionen. Books on Demand GmbH 2006 
            NEGATIVE NAH-TODESERFAHRUNGEN: Gibt es eine Hölle? Grenzgebiete der            Wissenschaft 3/2006,195-246 
            Nah-Todeserfahrungen aus der Sicht Jesu und seiner Nachfolger In:            Frank Vogelsang (Hrsg.): An der Grenze unseres Lebens. Erfahrungen in der Nähe des                   Todes und ihre theologische Deutung. Evangelische Akademie im Rheinland, Bonn 2007,             S.77-105 

6) Schließlich finden Sie auch Informationen über die Machtpolitik selbsternannter (esoterischer) "Sterbeforscher" und Laien-Interpreten von Nahtoderfahrungen (wie z.B. dem sog. "Netzwerk Nah-Toderfahrung", das die "Deutungshoheit" von Nah-Todeserfahrungen für sich reklamiert ...).
 
7)Weiterhin finden Sie auch Texte und Aussagen über die Bedeutung, den Wert und die Richtigkeit religiöser Überzeugungen , aber auch Erkenntnisse über seelisch krankmachende, also psychopathologische Religionen/ religiöse Weltanschauungen und Kirchen. 

8) Religionen sind schließlich die einzigen Systeme, die sich heute noch der falschen (psychiatrischen/ psychologischen) Normalisierung vieler pathologischer Formen von Sexualität und damit der Anbetung des Götzen Sex entgegenstellen. Auch dazu finden Sie hier herunterladbare Texte und Forschungsergebnisse. 

Nun zu den einzelnen Punkten:
 
1) ERGEBNISSE DER NAHTODFORSCHUNG

Die psychiatrischen und neurobiologischen Grundlagen der Nah-Toderfahrungen belegen, daß es sich um genetisch-neurobiologisch angelegte religiös-mystische Erfahrungen handelt, die den Erlebenden (dazu zählen auch schon kleine Kinder) auf ein Leben nach dem Tod vorbereiten sollen.
Sie finden dazu  in der herunterladbaren Datei "NDEliemail" (s.u. Punkt 2) meine Übersichtsarbeit "Nah-Todeserfahrungen aus psychiatrisch-neurologischer Sicht (in: Soeffner H-G, Knoblauch H (Hrsg.), Todesnähe: Interdisziplinäre Zugänge zu einem außergewöhnlichen Phänomen. Universitätsverlag Konstanz, Konstanz 1999.

II Nah-Toderfahrungen entwickeln sich kontinuierlich aus den (Todes-)Träumen komatöser Menschen, wenn deren Zustand sich verschlechtert. Aufgrund ihrer transkulturell gleichen -  wenn auch individuell-kulturell-religiös unterschiedlich ausgestalteten - Grundelemente sind NDEs somit archetypische Träume, die inhaltlich das Leben nach dem Tod simulieren. 
Sie finden dazu meine Arbeit "Oneiroidales Erleben Bewusstloser" (in: Kammerer Thomas,Traumland Intensivstation: Veränderte Bewusstseinszustände und Koma: Interdisziplinäre Expeditionen. Books on Demand GmbH 2006") in der herunterladbaren Datei "ndelieMAIL" (s.u. Punkt 2).

III Die Auswirkungen von Nah-Toderfahrungen zeigen, daß es sich um außerordentlich beeindruckende universelle religiöse Erfahrungen handelt, die den Erlebenden häufig (aber durchaus nicht immer) zu einem religiösen Menschen machen, der sich sicher ist, daß es ein Leben nach dem Tod gibt. 
Sie finden dazu in der herunterladbaren Datei NDElieMAIL (s.u.Punkt 2) meine Arbeit "Nah-Todeserfahrung – Grundlage neuer Sinnfindung" (in: Hermes A. Kick (Hg): Ethisches Handeln in den Grenzbereichen von Medizin und Psychologie. Mit Beiträgen von Axel W.Bauer, Uwe Bleyl, Dietrich von Engelhardt, Hermes Andreas Kick, Walter von Lucadou, Nossrat Peseschkian, Samuel Pfeiffer, Dietrich Ritschl, Heinz Scheurer, Wolfram Schmitt, Michael Schröter-Kunhardt, Alfred Simon, Reiner Wiehl. LIT VERLAG, Münster, 2002).
Außerdem können Sie dazu die Magister/Diplomarbeit der Psychologin A. Stechl herunterladen, die diese mit knapp 200 meiner NDE-Fälle an der Universität Salzburg geschrieben hat (s.u. die pdf-Datei StechlDiplomarbeit1.2 unter Punkt 2). 

IV So wie die positiven Nah-Toderfahrungen indirekt auf die Existenz eines "Himmels" verweisen bzw. den Glauben an einen solchen begründet haben, so könnte aufgrund der negativen Nah-Toderfahrungen auch auf die Existenz einer "Hölle"  geschlossen werden. 
Den Nachweis dafür finden Sie in meiner Publikation  "Negative Nah-Todeserfahrungen: Gibt es eine Hölle? Grenzgebiete der Wissenschaft 3/2006,195-246" in der unter Punkt 2 (s.u.) herunterladbaren Datei "ndelieMAIL".

V Die gängige Reinkarnationslehre ist eine (volkstümliche bzw. unwissenschaftliche) Fehlinterpretation seltener ungewöhnlicher Erfahrungen. Sie hat nichts mit Nah-Toderfahrungen zu tun und erweist den Glauben an Wiedergeburt als Irrtum. 
Sie finden dazu  meine Widerlegung der Reinkarnationslehre in der Arbeit "Reinkarnationsglaube und Reinkarnationstherapie: Transpersonale Fiktion. Transpersonale Psychologie und Psychotherapie 1/1996,67-83 in der herunterladbaren Datei "ndelieMAIL" mit meinen NDE-Publikationen (s.u. Punt 2).

VI Die Auferstehungsberichte Jesu übertreffen in ihren paranormalen Aspekten alle Nah-Toderfahrungen, die von ihren - oftmals selbsternannten - Laien-Interpreten leider gerne und fälschlicherweise als Religionsersatz und Himmels-Versprechen verkauft werden  
Sie finden dazu meine in der o.g. Datei enthaltenen Arbeit " Nah-Todeserfahrungen aus der Sicht Jesu und seiner Nachfolger" (in: Frank Vogelsang (Hrsg.): An der Grenze unseres Lebens. Erfahrungen in der Nähe des Todes nd ihre theologische Deutung. Evangelische Akademie im Rheinland, Bonn 2007, S.77-105) in der herunterladbaren Datei NDElieMAIL (s.u.Punkt 2).

VII Nahtodforschung ist auch in Deutschland - wie zuvor in den USA und Frankreich - zu einem Gebiet des Kampfes um Macht, Einfluß und Vorherrschaft geworden. Das soll am Beispiel meines Austritts aus dem Laien-Netzwerk Nahtoderfahrung (N.NTE) illustriert werden (s.u. Punkt 6).

 
2) Literatur/Fragebögen
NDE-FRAGEBOGEN.DOC (DOC — 120 KB)

StechlDiplomarbeit1.2.pdf (PDF — 996 KB)
ndelieMAIL.doc (DOC — 1 MB)
                           

 3) MEINE AKTUELLEN VORTRAGSTERMINE ZUM THEMA NAHTODERFAHRUNGEN:
Diese erfahren Sie von mirdirekt via Telefon (0172/6249248) oder email mschroeter-kunhardt@web.de

Einige (Auszüge) meiner vielen wissenschaftlichen Vorträge über Nahtoderfahrungen können Sie unter den folgenden links bei youtube anschauen: 


 
 4) Folgende von mir wissenschaftlich (mit)betreute Filme stehen per link im Internet zur Verfügung (oder können als DVD angefordert werden):

a) ARD Dimension PSI: Nah-Toderfahrungen
 
b) ARTE/HR3/SWFJenseitsreisen

Eine Kurzfassung meiner Forschungsergebnisse wurde von einem Fernsehsender als Bildpräsentation im Internet veröffentlicht:



5) Auf der Seite "Meine Publikationen" finden Sie meine Veröffentlichungen zum Thema Nah-Toderfahrungen; diese sind dort in der Reihenfolge ihres Erscheinens - zuweilen mit  links zum Herunterladen - aufgeführt. Die wichtigsten sind mit einem * markiert und mit dem obigen Link "NDElieMAIL" unter Pnkt 2 (s.o.) herunterladbar.
 

6) 
Nahtodforschung ist nun aber auch ein Gebiet geworden, auf dem um Ruhm, Ehre und Ansehen, ja um "Deutungshoheit" und damit um die richtige religiöse Weltanschauung gekämpft wird.  Dabei werden Nah-Toderfahrungen zum Religionsersatz gemacht und z.B. über die Lehre Jesu gestellt oder aber für das eigene Ego  und damit den Verkauf der eigenen Bücher und Vorträge benutzt.  

Damit sind wir bei einem weiteren spannenden Kapitel der Nahtodforschung angelangt, dem der völlig unspirituellen Egozentrik selbsternannter Laien-"Experten", die keinerlei Ausbildung auf den zur Untersuchung der NDEs entscheidenden Fächern - das sind primär Psychiatrie, Neurologie, Psychologie und Theologie - haben. Aber auch fachfremde Wissenschaftler beglücken die Welt mit falschen Thesen über NDEs.   Schon in den USA und in Frankreich haben sich die NDE-Forscher, die der amerikanischen "International Association for Near-Death-Studies" (IANDS) angeschlossen sind, über die richtige Deutung und damit die Vorherrschaft gestritten und schließlich gespalten. 

Auch in Deutschland ist es zu Machtkämpfen (und Spaltungen) gekommen.  In diesem Machtkampf um "Deutungshoheit" und (Vortrags-)Marktbeherrschung  hat sich besonders das 2004 gegründete Laien-"Netzwerk Nahtoderfahrung" (N.NTE) negativ hervorgetan. Deswegen habe ich diesen - von mir nach 11-jähriger Forschungsarbeit mitgegründeten - und überwiegend aus Laien bestehenden Verein 2007 verlassen.

Ein konkreter Anlaß dafür war die Tatsache, daß der Bundeswehrsoldat (Bauingenieur) und N.NTE-Vorstandsvorsitzende Serwaty die Bilanz meiner (lange vor Gründung dieses Vereins geleisteten) elfjährigen Forschungsarbeit einmal als "platte Polemik,(unchristliche) Arroganz,  noch nicht einmal für ernsthaft diskussionswürdig" (16.5.07) qualifizierte. Nach meinem Austritt verschickte er dann HEIMLICH ein mich denunzierendes Rundschreiben an alle N.NTE-Mitglieder, in dem er sich als Laie nicht scheute, auch meine psychiatrische Stellungnahme zum Thema Homosexualität  zu diskreditieren, weil diese dem Bundeswehrsoldaten Serwaty nicht politisch korrekt war (zwischenzeitlich aber unter anderem dem Bundesjustizministerium, der Bundesärztekammer und dem Psychiatrie-Verband vorliegen; s. Punkt 8) ... . Meine Bitte um Mitteilung der Adressaten - auf juristische Schritte habe ich verzichtet - wurde von Serwaty nicht einmal beantwortet.

Eine weitere Reaktion dieses Laien-Vereins auf meinen Austritt war dann der Versuch, meine Vortragstätigkeit zu denunzieren bzw. zu verhindern ... . So rief ein führendes Mitglied dieses Vereins bei einem meiner Veranstalter an und empfahl diesem, doch einmal meine Stellungnahme zum Thema Homosexualität zu lesen, bevor man mich zu einem Vortrag einlade ...  Im weiteren Verlauf zeigte sich die - trotz vielfacher laienhafter Fehleinschätzungen - "Deutungshoheit" und Marktbeherrschung (und Ausschaltung von Konkurrenz) anstrebende Zielsetzung des von Serwaty geführten Vereins N.NTE immer mehr.

So hat der Verein in seinem Kampf um Vorherrschaft  auf dem NDE-Markt auch alle Hinweise auf meine Publikationen und aud fie o.g. Fernsehfilme (von ARD und ARTE) von seiner homepage entfernt und seine Mitglieder vermeiden (relativ sicher unter entsprechenden Vorgaben des Vereins) auf ihren NDE-homepages, die links zu entsprechenden anderen NDE-Seiten beinhalten,  alle Hinweise auf meine homepage, obwohl diese die meisten und grundlegenden wissenschaftlichen Publikationen der NDE-Forschung   enthält.  Einladungen von mir als führendem NDE-Forscher und Begründer der deutschen Nahtodforschung sowie des Vereins selbst zu einem der jährlich stattfindenden N.NTE-Vortragswochenenden sind seit meinem Austritt im Jahr 2007 natürlich nie mehr erfolgt. Es geht dem Netzwerk Nahtoderfahrungen also nicht um die Wahrheit und unvoreingenommene Forschung, sondern um die eigene „Deutungshoheit“ (Serwaty) und die Ausschaltung unliebsamer (und „politisch unkorrekter“) Konkurrenz. Spiritualität existiert also auf  diesem Gebiet im N.NTE mit seiner „Deutungshoheit“ über die spirituellen Nahtoderfahrungen  nicht einmal im Ansatz.

Im Jahr 2012 veröffentlichte der Verein dann aber meine Thesen zur Frage des Halluzinationscharakters der NDEs unter dem Namen eines seiner Mitglieder  (von Kamp) auf seiner homepage (http://www.netzwerk-nahtoderfahrung.de/Sind Nahtoderfahrungen Halluzinationen, Träume oder Ähnliches?), ohne die Zitate als solche zu kennzeichnen und als Quelle meine entsprechende Pulikation anzugeben. Meine Bitte, die Texte als Zitate kenntlich zu machen oder einen Plagiatsprozeß zu riskieren, führte dann zur Entfernung des Textes von der homepage des Vereins. Bis heute wurde dafür eingefügt „Der Beitrag wird z.Zt. überarbeitet und später an dieser Stelle zu finden sein“.

Im folgenden werden nun einige Musterbeispiele für die Fehldeutungen von NDEs durch dieses Laien-Netzwerks N.NTE genannt:

a) Das Vorstands-Mitglied des N.NTE, die von einem Vortrag zum anderen reisende Krankengymnastin S. Mehne behauptete im Mai 2007 (in einer email an mich): „Für mich ist es viel eher denkbar, dass Jesus auch ein oder mehrere NTE hatte und seine Wahrnehmung dadurch in Richtung Hellsichtigkeit erweitert wurde. Er hatte auch heilerische Fähigkeiten, aber er ist für mich nicht Gottes Sohn. Ich brauche ihn nicht, um an Gott zu glauben und ich brauche ihn auch nicht um die Auferstehung zu kapieren“

Demensprechend heißt es 2017 in einer Rezension ihres neuesten Buches ("Der große Abflug")von Dr. med Walter Meili:
Im Abschnitt Der Religion entwachsen (S. 50ff) schildert sie ihr Unbehagen mit dem christlichen Glauben, den sie bis zu ihrer NTE offenbar auf traditionelle Art lebte. Auf dem Hintergrund ihrer NTE, wo sie von einem Licht empfangen und sich bedingungslos geliebt fühlte, kommen ihr die Sündenvergebung durch Jesus Christus, sein Kreuzestod, Weltende, Wiederkunft Christi und Auferstehung der Toten unglaubhaft und «konstruiert» vor. Gerne nutzt sie die intellektuelle Unterstützung durch den in Netzwerk-Kreisen wohl bekannten Theologen Wennemar Schweer, dessen Mails sie in zustimmender Weise zitiert. Seine Jesus-kritischen Äusserungen gipfeln in der Formulierung «Christus kann nicht mehr als der ausserordentliche zentrale Glaubensinhalt angesehen werden.» (S. 54).
Wird hier nicht «das Kind mit dem Bade» ausgeschüttet? – Sicher nötigen die Nahtoderfahrungen einen zu einer Neubeurteilung diverser zentraler theologischer Inhalte. Man müsste also an der Theologie ansetzen, und nicht im Sinne Schweers an der «Entmythologisierung Jesu». So leicht kommt man nämlich an Jesus Christus nicht vorbei, was gerade auch viele NTE nahe legen. In meinem Buch  habe ich mehrere NTE mit Jesus-Begegnungen zitiert, und zwar nicht nur solche von Christen. Zudem hörte ich neulich in einem Vortrag einer geflohenen Iranerin, wie weit verbreitet Jesus-Begegnungen unter Muslimen offenbar sind. Vielfach soll schon die Frage umgehen: «Ist Dir der weisse Mann auch begegnet?».
Mehnes Abrechnung mit dem Christentum erstaunt insofern, als sie andere weltanschauliche Fragen, z.B. jene der Reinkarnation (S. 98ff), mit unvergleichlich viel mehr Zurückhaltung angeht. Schade, dass sie solche nicht in gleicher Weise dem «Ewig-Vater» (Prophet Jesaja 9,5) bzw. dem «Licht der Welt» (Johannes-Evangelium 8,12) gegenüber übt ... (
https://www.netzwerk-nahtoderfahrung.org/index.php/literatur-sp-297422597/buchbesprechungen/636-der-grosse-abflug-rezension.html)
 
b) Der N.NTE-Verein läßt wissenschaftliche Publikationen zu den NDEs (z.B. in SCIENCE) in seinem Mitglieder-Rundschreiben als "naiven Blödsinn" bezeichnen (durch eines seiner "wissenschaftlichen" Mitglieder, den NDE-fachfremden Orthopäden! van Laack)

c) Der langjährige N.NTE-Vorstandsvorsitzende Serwaty, als Bauingenieur und Bundeswehroffizier fachlich in jeder Beziehung ein Laie, interpretiert NDEs noch sieben Jahre nach Gründung des Vereins in seinen inzwischen häufigen öffentlichen Auftritten weiterhin falsch (was anhand meiner o.g. Publikationen überprüft werden kann). Das tat er z.B. zuletzt in: "zur debatte" 4/2011,30-32: 
1) den Realitätscharakter der NDEs setzt er über den von Psychosen – das ist zumindest teilweise psychiatrisch falsch.
2) NDEs seien „keine subjektiven Projektionen und ekstatischen Erregungszustände“ – genau das aber sind sie größtenteils 
3) Es gebe „keine überzeugenden physiologischen oder psychologischen Erklärungen“ der NDEs – auch das ist falsch. 
Tatsächlich wurde Ende 2018 eine sehr überzeugende neurobiologische Erklärung von NDEs veröffentlicht, die in einem Studiendesign die Auslösbarkeit von NDEs unter dem Halluzinogen DMT nachweisen konnte und unter folgendem link frei zugänglich ist:  https://www.frontiersin.org/articles/10.3389/fpsyg.2018.01424/full  s.a.
Timmermann C et al. DMT Models the Near-Death Experience. Frontiers in Psychology 2018, epub 15.8.18, https://doi.org/10.3389/fpsyg.2018.01424
Eine deutsche Zusammenfassung findet sich unter folgenden links: https://www.springermedizin.de/halluzinogene/halluzinogen-imitiert-nahtoderfahrung/16132668
https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/97179/Halluzinogen-erzeugt-Nahtoderfahrungen

4) „30 Jahre Forschung“ hätten nicht „zu einer wirklichen Aufklärung“ über das Wesen der NDEs geführt – auch das ist definitiv falsch. Das zeigt eben die letztgenannte Studie:


https://www.springermedizin.de/halluzinogene/halluzinogen-imitiert-nahtoderfahrung/16132668
26.09.2018 | Halluzinogene | Nachrichten
Drogenexperiment
Halluzinogen imitiert Nahtoderfahrung
Autor: Thomas Müller
Das Halluzinogen Dimethytryptamin kann viele Aspekte von Nahtoderfahrungen gut imitieren. Vor allem mystische Erlebnisse werden als ähnlich intensiv beschrieben.
Nahtoderfahrungen haben seit jeher Menschen fasziniert und Diskussionen um die Bedeutung solcher Erlebnisse ausgelöst. Während die einen sie als Hinweise auf ein Leben nach dem Tod betrachten, sehen andere darin lediglich ein Aufbäumen des sterbenden Gehirns, das in seinem Todeskampf die Nervenzellen mit halluzinogenen Neurotransmittern flutet, um die Todesangst zu lindern.
Es ist sicher zum großen Teil dem US-Psychiater und Philosophen Dr. Raymond Moody zu verdanken, dass Nahtoderfahrungen mittlerweile wissenschaftlich gründlich erforscht wurden. Moody hatte vor 40 Jahren über 150 Menschen mit Nahtoderfahrungen befragt und erkannt, dass die Erlebnisse bestimmten Mustern folgen. So nehmen die Betroffenen zunächst oft unangenehme Geräusche wie Brummen und Läuten war, sehen sich außerhalb ihres Körpers, gleiten schließlich durch einen dunklen Tunnel in eine andere Welt, in der sie Lichtwesen, verstorbenen Verwandten oder Freunden begegnen, meist verbunden mit einem umfassenden Gefühl von Liebe, Freude und Geborgenheit. Oft nähern sie sich einer Grenzlinie zwischen Leben und Tod, erfahren dann, dass sie zurück müssen, obwohl sie das inzwischen nicht mehr wollen. Wieder im Leben haben solche Menschen meist keine Angst mehr vor dem Tod, setzen andere Prioritäten oder nehmen ihr Leben tiefer und intensiver wahr.
Verblüffende Übereinstimmungen
Moody selbst sah bereits einen Zusammenhang zwischen Nahtoderfahrungen und Erlebnissen unter serotonergen Halluzinogenen. Verblüffend ähnlich sind vor allem Berichte unter der potenten Droge N,N-Dimethytryptamin (DMT). Drogenreisende mit DMT beschreiben ebenfalls das Übergleiten in eine andere Welt, die sie wirklicher als die Realität empfinden. Auch hier wird zu Beginn häufig ein surrendes bis jammerndes Begleitgeräusch beschrieben, gefolgt von einer Auflösung des Körpers und des Ichs. Nicht selten begegnen die Berauschten anderen Wesen, reflektieren ihr Leben und denken über das Sterben sowie das Leben nach dem Tod nach, berichten Forscher um Christopher Timmermann von der Psychedelic Research Group am Imperial College in London.
Recht populär geworden ist der DMT-Konsum inzwischen als Teil des Ayahuasca-Kults in Südamerika. Um mit ihren Ahnen zu kommunizieren, nutzen Schamanen seit langem ein Gebräu, das neben DMT auch Hemmstoffe der Monoaminoxidase (MAO) enthält, welche den DMT-Abbau verzögern.
Inzwischen wird Ayahuasca in pseudo- oder neoschamanischen Ritualen zahlungskräftigen Touristen angeboten, wobei es durch Wechselwirkungen mit MAO-Hemmern immer wieder zu Todesfällen infolge eines serotonergen Syndroms kommt, was die Frage aufwirft, ob die Nahtoderlebnisse in solchen Fällen mehr durch die tatsächliche Todesnähe als die DMT-Wirkung zustande kommen.
Die Überlappungen zwischen Nahtod- und DMT-Erlebnissen haben jedenfalls zu der Hypothese geführt, dass das sterbende Gehirn DMT oder einen ähnlich potenten serotonergen Transmitter ausschüttet, der sämtliche als übernatürlich empfundenen Wahrnehmungen induziert.
Kontrollierte Studie
Um die Hypothese zu überprüfen, wollte das Team um Timmermann in einem Experiment zunächst einmal feststellen, ob und wie stark der DMT-Rausch echte Nahtoderlebnisse imitiert. Dazu injizierten die Forscher 13 gesunden Probanden DMT in einer Dosis zwischen 7 und 20 mg. Während einer weiteren Sitzung eine Woche später erhielten alle Placebo. Die Teilnehmer wussten jedoch nicht im Voraus, wann sie Placebo und wann DMT bekamen.
Der Drogeneffekt begann in der Regel 30 Sekunden nach der DMT-Injektion und dauerte maximal 30 Minuten. Eine Stunde nach Beginn konnten die Probanden wieder nach Hause geschickt werden.
Die Erlebnisse unter DMT und Placebo wurden mit einem speziellen Fragebogen, der „Near-Death Experience Scale“ (NDE), beurteilt. Dieser erfasst 16 Aspekte wie ein Gefühl von Frieden, extrakorporale Erlebnisse, veränderte Zeitwahrnehmung, ein helles Licht, eine Grenzlinie (point of no return), Begegnung mit Verstorbenen, religiösen oder mystischen Wesen, ein Gefühl von übermäßigem Glück und Verbundensein oder das Empfinden, eine andere Realität zu betreten. Bei Werten über sieben Punkten wird – etwa nach einem Herzstillstand – von einem Nahtoderlebnis ausgegangen. Möglich sind Werte zwischen minus 5 und plus 35 Punkten.
Die Probanden füllten zuvor einige psychologische Fragebögen aus. Dabei wurden Persönlichkeitsmerkmale herausgearbeitet und bisherige paranormale Erlebnisse abgefragt. In früheren Studien haben Personen mit solchen Erlebnissen oder Probanden, die an übernatürliche Phänomene glaubten, in der Regel höhere NDE-Werte erzielt.
Übergleiten in eine andere Welt
Die Resultate verglichen die Forscher schließlich mit denen von 13 gleichalten Personen mit dem gleichen Geschlecht, die nach einer lebensbedrohlichen Situation ein Nahtoderlebnis erwähnt hatten.
Zunächst erzielten alle Probenden unter der Droge Werte über 7 Punkte auf der NDE-Skala, nur einer erreichte diesen Grenzwert auch unter Placebo. Im Median wurden mit DMT knapp 15 Punkte erzielt, mit Placebo 0 Punkte. Fast alle Probenden hatten unter DMT das Gefühl, in eine andere Welt überzugleiten, aber keiner unter Placebo. Auch ein Gefühl von Frieden, Glück und Harmonie sowie eine geschärfte Sinneswahrnehmung beschrieben die meisten der Probanden mit der Droge, aber nicht unter Placebo. Sehr häufig wurden eine Trennung vom Körper, die Begegnung mit anderen Wesen sowie ein helles Licht beschrieben. Verstorbene und eine Grenzlinie sahen die Probanden kaum, das bisherige Leben lief vor ihren Augen sogar unter Placebo etwas häufiger als unter DMT ab.
Besonders auffällig unter DMT waren Berichte über die Auflösung des Ichs sowie mystische Erfahrungen.
Verglichen die Forscher die Resultate mit denen von Personen, die über ein Nahtoderlebnis berichtet hatten, fanden sie praktisch keine signifikanten Unterschiede. Insgesamt erreichten die fast Verstorbenen etwas höhere Werte (im Schnitt 16,0 versus 13,3 NDE-Punkte), und das vor allem in den Bereichen, in denen die DMT-Probanden kaum punkten konnten. So nannten die Nahtodpatienten häufig ein Gefühl, plötzlich alles verstehen zu können, auch sahen sie oft den „point of no return“ sowie den Lebensfilm und erwähnten vermehrt außerkörperliche Erlebnisse sowie die Begegnung mit Verstorbenen und religiösen Wesen. Hier deuten sich also tatsächlich Unterschiede an. Diese seien möglicherweise aber auf den unterschiedlichen Kontext der Erfahrungen zurückzuführen: Die Nahtoderfahrungen traten während eines Unfalls oder einer schweren Krankheit auf – den Tod vor Augen, könnte dies zu anderen Schwerpunkten geführt haben als bei den Probanden mit DMT, vermuten die Forscher. Legt man die Neurotransmitterhypothese solchen Erfahrungen zugrunde, würde ein endogener serotonerger Transmittercocktail am Ende des Lebens von den Inhalten her zu einem etwas anderen Trip führen als DMT während einer gut vorbereiteten experimentellen Sitzung.
Die starken Überlappungen zwischen Nahtoderfahrungen und drogeninduzierten Trips sind natürlich kein Beweis dafür, dass Nahtoderlebnisse lediglich durch eine Überdosis serotonerger Transmitter verursacht werden, aber dafür, dass solche Erfahrungen in ähnlicher Weise mit pharmakologischen Substanzen induziert werden können. In beiden Szenarien, so Timmermann und Mitarbeiter, würden sich mystische Erlebnisse aber vor allem bei solchen Personen einstellen, die bereits zuvor an Übersinnliches oder Paranormales geglaubt hattenDas Wichtigste in  Kürze
Frage: Lassen sich mit serotonergen Drogen Nahtoderfahrungen simulieren?
Antwort: Ein Trip unter Dimethyltryptamin ähnelt sehr stark einem Nahtoderlebnis.
Bedeutung: Nahtoderlebnisse werden möglicherweise durch eine Überdosis serotonerger Transmitter verursacht.
Einschränkung: Geringe Teilnehmerzahl, sehr kurzer DMT-Trip.
Literatur
Timmermann C et al. DMT Models the Near-Death Experience. Frontiers in Psychology 2018, epub 15.8.18, https://doi.org/10.3389/fpsyg.2018.01424

d) Weiterhin konnten z.B. folgende zentrale Behauptungen eines "unendlichen Bewußtseins" durch den Kardiologen van Lommel, der vom N.NTE gerne als wissenschaftliches Aushängeschild (als Referent) genutzt wird, längst widerlegt werden. So sagt van Lommel:
„Obwohl bei einer Nahtoderfahrung das Gehirn nicht mit Sauerstoff versorgt wird, haben Patienten diese außergewöhnlichen Erlebnisse. Das kann nur bedeuten, dass unser Bewusstsein nicht im Gehirn entsteht“  und „Wenn es jedoch keine Gehirnfunktion mehr gibt, wie ein flaches Elektroenzephalogramm (EEG) aufzeigt, gibt es doch noch 18 Prozent der Patienten, die ein volles Bewusstsein und Wahrnehmungs- und Erinnerungsvermögen haben“
Bei ausreichender Kenntnis der Forschungslage sind solchen falschen Aussagen jedoch schnell zu widerlegen : 

So haben einzelne NDEs wie auch experimentelle Studien eindeutig gezeigt, daß NDEs und OBEs auch im Alltag (und unter Drogen) UND DAMIT BEI FUNKTIONIERENDEM GEHIRN ablaufen. Eine neurologische Dissertation mit Induktion hypoxischer Synkopen (Kollapszustände) aus der Charité in Berlin belegt den Irrtum z.B. van Lommels auch experimentell: Bei 42 der 59 Probanden kam es dabei zu einer vollständigen hypoxischen Synkope mit einer durchschnittlichen Dauer von 12,1 +/- 4,4 Sekunden; die längste Synkope dauerte 21,7 Sekunden. IN DIESER ZEIT traten alle wesentlichen NDE-Elemente auf, was klar belegt, daß NDEs in den ersten ca. 10 bis ca. 60 Sekunden hypoxischer Hirnveränderungen und damit bei vorhandener (veränderter) Hirnaktivität und nicht bei einer EEG-Nullinie auftreten. 
So wurden (in 24% d.F.) bekannte Orte, Situationen und Menschen i.S. von einzelnen Bildern aus der eigenen Vergangenheit genau wahrgenommen. Ein Proband sah beispielsweise Bilder aus seinem letzten Marokkoaufenthalt, ein anderer aus einer vor kurzem gesehenen Fernsehsendung, andere wiederum Menschen, die sie auf dem Klinikgelände gesehen hatten. In 10 Prozent d.F. kam es zu OBE, außerdem wurden OBE-Vorstufen wie Gefühle der Schwerelosikeit, Leichtigkeit und Loslösung erlebt. So berichteten zwei Probanden nach ihrer Synkope: "Ich hatte das Gefühl aus mir herausgekommen zu sein, als könnte man den Körper verlassen ... man weiß nicht mehr ob man liegt oder steht, man ist aus seinem Körper raus, es ist als wenn man sich nicht mehr spürt". Selbst in ihren Träumen während dieser Synkopen beobachteten sich die Probanden zuweilen selbst (von außen).  Weiterhin berichteten die Probanden in 5% d.F. von Tunnelerfahrungen, in 12% d.F. von übernatürlichen bzw. unbekannten Wesenheiten und - in 28% d.F. - von dem Gefühl bzw. dem Erleben des Eintritts in eine andere Welt.
NDEs sind somit kein Beweis eines "unendlichen Bewußtseins" (so der Titel des meistverkauften Buches von van Lommel), so daß die Hauptthese dieses Kardiologen, mit der dieser die ganze Welt bereist, unhaltbar ist.

e)Trotz solch eklatanter Fehldeutungen und selbstüberschätzender Laien-Kommentare des N.NTE behauptet dieser Verein bzw. sein langjähriger Vorsitzender Serwaty, in Deutschland die "Deutungshoheit" über NDEs zu besitzen; wer NDEs verstehen wolle, komme am N.NTE nicht vorbei ... .

 Inzwischen hat das „Netzwerk Nahtoderfahrung“ einen neuen Vorsitzenden, diesmal einen Wissenschaftler und Theologen (Prof. Dr. Enno Edzard Popkes). Das wußte ich noch nicht, als ich - als Gründer der deutschen Nahtodforschung und führender Experte auf diesem Gebiet (mit der größten Fallsammlung und den meisten wissenschaftlichen deutschen Publiationen zum Thema Nahtoderfahrungen) - Herrn Popkes nach meiner Teilnahme an einem von ihm mitgeleiteten interdisziplinären Forschungssymposium über Nahtodeserfahrungen im Jahr 2016 anschrieb.
Als Antwort erhielt ich zuerst die Information, daß ich bei meiner eventuell möglichen Teilnahme die Vorträge nicht mitdiskutieren dürfe:“ In den Aussprachen wird aber nur den Referenten die Möglichkeit geboten, ihre Beiträge wechselseitig zu diskutieren. Alle anderen Teilnehmer haben demgegenüber lediglich indirekt die Möglichkeit, sich in die Diskurse einzubringen, nämlich in Form schriftlich eingereichter Fragen. Auf diese Weise kann einerseits vermieden werden, dass Fragen sich wiederholen. Andererseits wird vermieden werden, dass Fragen bzw. Stellungnahmen formuliert werden, die keinen wissenschaftlichen Standards entsprechen. Persönliche Gespräche mit den Referenten in den Pausen sind demgegenüber natürlich kein Problem.“
Mir wurde also als führendem Wissenschaftler auf dem Gebiet derNahtodforschung unterstellt, ich könnte wiederholte oder unwissenschaftliche Fragen stellen. 
Dann folgte eine unverhohlene Drohung von Herrn Popkes:
„… ein Thema ist uns Organisatoren besonders wichtig: die Vermeidung unsachlicher Polemik! Polemik hat meines Erachtens auf der Ebene einer wissenschaftlichen Kommunikation keinerlei Platz und Funktion. Polemik entsteht oft in solchen Situationen, in denen zwischen einer sachlichen und persönlichen Ebene nicht richtig unterschieden wird. Und viele polemische Entgleisungen gehen auch schlicht auf persönliche Betroffenheit und Eitelkeit  zurück.Diese Leitlinien werden wir jedem Teilnehmer der Tagung bereits nach einer Anmeldung kommunizieren. Wer sich dem nicht fügen möchte, kann sich gerne wieder von der Tagung abmelden. Und wir werden auf der Tagung genau darauf achten, dass diese Regeln des Diskurses auch eingehalten werden. Wenn dies nicht geschieht, wird das gastgebende Alfried-Krupp-Kolleg von seinem Hausrecht Gebrauch machen und entsprechenden „Störenfrieden“ die weitere Teilnahme verbieten.“
Da kaum anzunehmen ist, daß Herr Popkes vor der o.g. Tagung die teilnehmenden Wissenschaftlern vor Polemik warnen und im Falle derselben mit dem Hinauswurf drohen würde, bezog sich diese Drohung offensichtlich auf mich, was am Ende seiner folgenden Bemerkung noch deutlicher wurde:
 „Freilich scheinen wir in Bezug auf Polemik ein unterschiedliches Verständnis zu haben. Ich beobachte vor allem auf Ihrer Homepage einen Grad an Polemik und persönlicher Diffamierung, der meines Erachtens nicht tolerabel ist. Wenn Sie also an der Tagung teilnehmen, so bitte ich Sie, die oben skizzierten Leitgedanken zu beachten.  Die möglichen Konsequenzen bei Nicht-Beachtung habe ich ja erwähnt.“
Nun, bisher  war (nicht nur mir) Herr Popkes in der Nahtodforschung völlig unbekannt. Als ich später von seiner Funktion als (neuem) Vorsitzenden des von mir mitgegründeten und dann wegen seiner Unwissenschaftlichkeit verlassenen  Laien-Netzwerkes  N.NTE erfuhr, war seine polemisch-respektlose Antwort auf meine Teilnahmeanfrage erklärt - und ein weiterer  Beweis für den Kritiker-diskriminierenden Charakter  des N.NTE.  Dieser völlig unwissenschaftliche Stil des N.NTE, das keine (N.NTE-)kritischen Wissenschaftler, sondern primär die eigenen Mitglieder  als Referenten zu seinen Veranstaltungen einlädt,  hat sich also auch unter seinem neuen, diesmal wissenschaftlichen Vorsitzenden nicht geändert, der notwendige Kritik am N.NTE als Polemik diffamiert.  Da stört es nicht, daß die eigenen Referenten oft keinerlei fachwissenschaftliche Publikationen zum Thema Nahtoderfahrungen vorweisen können; entscheidend ist die kritiklose Mitgliedschaft im „Deutungshoheit“ beanspruchenden N.NTE  – und besonders wichtig sind Professorentitel (selbst in völlig fachfremden Gebieten), die dann zum Aushängeschild des N.NTE werden.

Unter oder kurz nach dem - nach wenigen Monaten interessanterweise nicht mehr im Vorstand präsenten - Herrn Popke kam das Netzwerk Nahtoderfahrung auf eine weitere (unspirituelle!) Idee, mich und damit die wissenschaftliche Nahtodforschung anzugreifen . Man fügte auf der Homepage des Netzwerkes eine Seite zum Thema Nahtodforschung ein - und versuchte so (erfolgreich), mit vielen Klicks auf diese Seite (u.a.m.) sich bei google vor meine Seite nahtodforschung.com zu plazieren. Natürlich finden sich auf dieser Seite des Netzwerks keine Hinweise auf meine homepage oder meine Publikationen, obwohl ich nahezu der einzige Wissenschaftler bin, der bisher in vielen wissenschaftlichen Fachzeitschriften zum Thema Nahtoderfahrung (jahrelang) publiziert (und die größte Fallsammlung in Deutschland aufgebaut) hat.  

7) und 8) 
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